TEIL 3 – Mikroplastik: Alles, was man wissen sollteCD Das reine Leben DRL Header Mikroplastik Körperpflege
Zurück zur
Übersicht
Drucken

TEIL 3 – Mikroplastik: Alles, was man wissen sollte

02. Mai 2019 · Kommentieren
#
i

TEIL 3 – Mikroplastik: Alles, was man wissen sollte

5. Welche Initiativen gibt es bereits, um den Einsatz von Mikroplastik in Körperpflegemitteln zu reduzieren?

Cosmetics Europe hat bereits Ende 2015 seinen Mitgliedsfirmen empfohlen, in „Rinse-off- Produkten“ bis 2020 vollständig auf den Einsatz von festen, nicht abbaubaren Kunststoffpartikeln zu verzichten. Alle betroffenen Peeling-Partikel sollen durch natürliche Alternativen ersetzt werden. Bereits heute ist diese Empfehlung in Europa fast vollständig umgesetzt worden (vgl. Frage 4). In Deutschland fehlen der Bundesregierung bis dato jedoch Nachweise, die die Gefahr von Mikroplastik für die Gesundheit belegen. Deshalb ist Mikroplastik in Deutschland, im Gegensatz zu anderen Ländern, wie z.B. USA, Großbritannien oder Schweden, auch nicht verboten. Wie bereits weiter oben beschrieben, kamen feste Partikel nie in CD-Produkten zum Einsatz.
Bezüglich flüssigem Plastik gibt es keine Definition, an der wir uns als Hersteller orientieren können. Hersteller können daher nur freiwillig eigene Maßnahmen ergreifen. CD Körperpflege hat nie festes Mikroplastik eingesetzt und arbeitet an der Umstellung der wenigen CD-Produkte, in denen noch flüssiges Mikroplastik enthalten ist. Unser Ziel ist, dass bis Ende 2019 alle CD-Produkte frei von heute bekanntem flüssigem und festem Mikroplastik sind (vgl. Frage 11).
Auf EU-Ebene beabsichtigte Verbote, welche absichtlich hergestelltes (primäres) Mikroplastik betreffen, werden nur einen kleinen Teil der Gesamtproblematik lösen. Laut der Fraunhofer-Studie beträgt der Anteil von absichtlich hergestelltem Mikroplastik über alle berücksichtigten Mikroplastikquellen in der Umwelt 11 %. Aber man kann es auch positiv sehen: Wenn es gelingt, diesen Mikroplastikanteil anzugehen und zu vermeiden, ist das ein Schritt in die richtige Richtung.

6. Wie erkennen Verbraucher, ob Mikroplastik in einem Körperpflegeprodukt enthalten ist?

Wie eingangs (vgl. Frage 1) erwähnt, fehlt eine rechtliche Definition für Mikroplastik. Kunststoffe lassen sich dennoch anhand der Inhaltsstoffliste auf dem Produkt erkennen. Verbraucher sollten hier besonders auf Stoffe achten, die das Wort „Polymer“ in der Bezeichnung tragen. Allerdings kann sich Mikroplastik auch hinter anderen Bezeichnungen, wie „Nylon“, verbergen. Beachten sollte man hierbei aber, dass nicht alle Stoffe, in denen sich das Wort „Poly“ befindet, gleich Plastik sind. Der Begriff Polymer leitet sich von dem griechischen Wort „Poly“ = viele ab. Streng genommen handelt es sich hierbei um eine Kette aus vielen miteinander verknüpften Grundbausteinen (Monomeren). Die Anzahl der Grundbausteine wird durch den Polymerisationsgrad „n“ angegeben. Polymere können nach unterschiedlicher Herkunft in synthetische Polymere und in Biopolymere eingeteilt werden. Der Begriff Plastik umfasst umgangssprachlich alle Kunststoffe. Bei diesen handelt es sich um einen vollsynthetisch oder durch Umwandlung von Naturprodukten hergestellten Werkstoff (Quelle: Duden). Zu den Biopolymeren gehören unter anderem die DNA und Proteine. Diese Polymere bilden die Grundlage aller lebenden Organismen. Das zeigt, dass nicht jedes Polymer gleich ein Kunststoff und somit schlecht für die Umwelt ist.

7. In welcher Art von Körperpflegeprodukten ist Mikroplastik gewöhnlich zu finden?

Die festen Plastikpartikel findet man für gewöhnlich in Peeling-Produkten. Sie können aber auch in Zahncremes oder anderen Reinigungsprodukten enthalten sein.

Flüssiges Plastik kann hingegen in vielen unterschiedlichen Produkten zu finden sein, beispielsweise in Duschgelen als Trübungsmittel, in Cremes und Lotionen, in Make-up oder Sonnenschutzmitteln und in Produkten für das Haarstyling.

8. Welche Funktionen hat Mikroplastik in Duschgelen und in Cremes?

Peeling-Partikel bestehen häufig aus Polyethylen und haben eine abrasive Wirkung, d. h. sie lösen abgestorbene Hautschuppen und Schmutzpartikel von der Haut. Mikroplastikpartikel kommen jedoch nicht nur in Peeling-Produkten vor, sondern auch in Duschgelen.
Neben diesen Peeling-Partikeln gibt es noch eine Vielzahl weiterer Inhaltsstoffe, die aus Plastik bestehen und unterschiedliche Funktionen in den Produkten übernehmen. In Duschgelen und Cremes werden Kunststoffe häufig als Filmbildner und Viskositätsregler eingesetzt. Diese sorgen dafür, dass das Duschgel oder die Creme eine geschmeidige Konsistenz bekommt und das Produkt ein tolles Hautgefühl hinterlässt.

CD Körperpflege hat nie festes Mikroplastik eingesetzt und arbeitet aktuell auch am kompletten Verzicht auf flüssiges Mikroplastik in den wenigen CD-Produkten, in denen es noch enthalten ist. Bis Ende 2019 ist es unser Ziel, dass alle CD-Produkte auch frei von heute bekanntem flüssigem Mikroplastik sind. (vgl. Frage 11).

9. Gibt es heute schon Alternativen zu Mikroplastik in Körperpflegeprodukten, oder kann man es auch einfach ersatzlos weglassen?

Ein ersatzloser Verzicht ist bei den meisten Produkten leider nicht möglich. Gerade, wenn die Kunststoffe für die Stabilität der Produkte zuständig sind, z. B. als sogenannte Gelbildner oder Viskositätsregler, muss ein natürlicher Ersatzstoff mit vergleichbaren Eigenschaften und ebenso guter Verträglichkeit gefunden werden. Dieser kann z. B. Xanthan Gum sein oder auch Gellan Gum. Beides sind natürliche Verdicker, die als Alternative für Co- oder Crosspolymere eingesetzt werden können.

10. Welche Herausforderungen gibt es aus technischer Sicht bei einer Formelumstellung?

Die überarbeitete Formulierung muss stabil und vor allem sicher für den Verbraucher sein. Entsprechende Nachweise hierüber erfordern umfangreiche Tests, die einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die natürlichen Alternativen zu Mikroplastik haben häufig andere Eigenschaften, wodurch sich bei einer Formelumstellung das Erscheinungsbild der Produkte ändern kann. Das Duschgel ist dann beispielsweise nicht mehr so weiß oder die Creme lässt sich beim Auftragen nicht ganz so gut auf der Haut verteilen.

Da wir möchten, dass unsere CD-Produkte ihre gewohnte Qualität behalten, ist bei einigen Produkten eine aufwändige Überarbeitung nötig, um diese Qualität weiterhin liefern zu können.

11. Enthalten Produkte von CD Mikroplastik?

CD verzichtet als naturnahe und vegane Marke bereits auf Inhaltsstoffe wie Silikone, Mineralöle, Farbstoffe, PEG/PEG-Derivate und Parabene (mehr unter Häufige Frage Nr. 5). Es ist unser Ziel, dass die von uns entwickelten und hergestellten Produkte so verbraucher- und umweltfreundlich wie möglich sind. Darum arbeiten wir kontinuierlich an der Verbesserung unserer Produkte. Hierfür verfolgen wir fortlaufend die Fortschritte in der Wissenschaft, aber auch die in der Öffentlichkeit geführten Diskussionen.
CD Körperpflege hat nie festes Mikroplastik eingesetzt. Alle CD-Deos, die CD-Haarpflege „Naturkraft“-Serie und neue Körperreinigungsprodukte von CD, wie z. B. die Wohlfühl Cremedusche, sind mikroplastikfrei: Sie enthalten weder festes noch flüssiges Mikroplastik.
Allerdings gibt es einige wenige CD-Hautpflegeprodukte (Cremes), in denen noch flüssiges Plastik zu finden ist. Da der Ausgang der Diskussion um flüssiges Mikroplastik (vgl. Frage 2) weiter ungeklärt ist, haben wir beschlossen, zukünftig auf alle synthetischen Polymere zu verzichten. Das ist eine sehr herausfordernde Aufgabe (vgl. Frage 10).
Die wenigen CD-Produkte, die noch Mikroplastik enthalten und die nächsten Jahre im Sortiment verbleiben sollen, formulieren wir so um, dass sich deren Eigenschaften für unseren treuen Verwender möglichst nicht spürbar verändern. Bei der Sanddorn-Handcreme haben wir das bereits umgesetzt. Diese ist seit dem Winter 2018/2019 nun auch komplett mikroplastikfrei.

Bis Ende 2019 ist es unser Ziel, dass CD Körperpflege dann schließlich als eine der wenigen naturnahen Marken, neben der Naturkosmetik, komplett frei von festem und heute bekanntem flüssigem Mikroplastik ist.

Unser Marken-Motto „An meine Haut lasse ich nur Wasser und CD“ beinhaltet neben unserem Markennamen „CD“ auch das Wort „Wasser“. Um die Vermüllung unserer Gewässer zu stoppen, unterstützen wir seit Jahren die Meeresschutzorganisation „One Earth – One Ocean e. V.“ (OEOO), welche dem Plastikmüll im Meer mithilfe einer mobilen und hochseetauglichen Müllabfuhr den Kampf ansagt. Mehr dazu erfahrt ihr auf www.cdhelden.de.

Weiterführende Links und Quellen:

  • Utopia
  • ZDF
  • Fraunhofer Institut
  • Bundesinstitut für Risikobewertung – BfR-Verbraucher Monitor
  • Bundesinstitut für Risikobewertung – Mikroplastik Q&A
  • Green-Lifestyle-Magazin.de
  • KRV Wissensportal
  • Fraunhofer Endbericht zu Mikroplastik
  • Vorlesungsskriptum von E. Gruber



  • Weitere Artikel





    Zurück zur Übersicht

    Hinterlasse einen Kommentar

    Dein Kommentar wird zeitnah geprüft und im Anschluss veröffentlicht. Veröffentlicht wird lediglich dein Kommentar und keine personenbezogenen Daten. Näheres findest du in unserer Datenschutzerklärung.