Frauendiskriminierende Gesetze beenden

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Diskriminierung gegenüber Frauen

Gesetze zu Frauendiskriminierung bis 2030 abschaffen

Es scheint fast unglaublich, aber in 150 Ländern der Welt ist Diskriminierung aufgrund des Geschlechts im Gesetz verankert. In 37 Ländern der Welt können Frauen nicht wie Männer einen Pass beantragen, in 18 dürfen sie nicht ohne Erlaubnis eines männlichen Familienmitglieds oder Ehemanns arbeiten. In 93 Ländern gibt es keine Gesetze, die Mädchen vor Zwangsheirat schützen. In über 40 Ländern wird eine Vergewaltigung in der Ehe nicht anerkannt oder geahndet. Wer meint, in puncto Frauenrechten weltweit sei man bereits am Ziel angekommen, ignoriert dabei die strukturelle Diskriminierung aufgrund des Geschlechts.  Sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist vielerorts immer noch an der Tagesordnung. Zusammengefasst: Die Benachteiligung von Frauen weltweit können wir nicht ignorieren.

Das „Marry your Rapist“-Gesetz: In 20 Ländern bleibt sexuelle Gewalt straffrei

Ein besonders schockierendes Gesetz ist bekannt als das „Marry-Your-Rapist“ Gesetz. In dieser unvorstellbaren Regelung entgeht ein Vergewaltiger der Strafverfolgung, wenn er nach der Vergewaltigung sein Opfer heiratet. Die betroffene Frau muss also nicht nur zusehen, wie ihr Peiniger nach dem sexuellen Übergriff straffrei bleibt, sondern wird gezwungen, ihn zu ehelichen. Laut eines Reports des UN Population Fund (UNFPA) (2021), existiert das „Marry-Your-Rapist“-Gesetz noch in 20 Ländern und Gebieten. Opfer von sexueller Gewalt sind vor allem Frauen im globalen Süden, aber auch Länder wie Russland und Thailand gehören dazu.

Wie setzt sich UN Women gegen die Benachteiligung von Frauen ein?

Bis 2030 will UN Women frauendiskriminierende Gesetze weltweit abschaffen. Im Rahmen der „Equality in Law“-Strategie zieht UN Women Regierungen zur Rechenschaft. Sie sensibilisiert ParlamentarierInnen für die Benachteiligung von Frauen und betreibt Aufklärung in Kooperation mit örtlichen Frauenrechtsgruppen. Die Anstrengungen verzeichnen bereits Erfolge: 2018 wurde das Vergewaltigungsgesetz in Palästina abgeschafft. Im Vorjahr geschah dies bereits im Libanon, in Tunesien und Jordanien. Auch wenn es Verbesserungen gibt – es geht noch viel zu langsam. UN Women braucht deine Hilfe, um die Benachteiligung von Frauen bzw. institutionalisierte Misogynie („Frauenhass“ oder „Frauenfeindlichkeit“) zu bekämpfen.

Wie kann ich helfen, Frauendiskriminierung zu bekämpfen?​

Es braucht weltweite Solidarität und gemeinsame Anstrengungen, um die globale Situation für Frauen und Mädchen zu verbessern. Als UN Women Friend kannst du mit nur 50 Cent am Tag bzw. 15 Euro im Monat die wichtige Arbeit von UN Women unterstützen. Eine planbare, nachhaltige monatliche Spende ermöglicht UN Women, gegen Frauendiskriminierung zu kämpfen und ihre Abschaffung zu erreichen. Viele Menschen verändern mit ihrer Spende bereits jetzt das Leben von Mädchen und Frauen weltweit.