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Echte Heldinnen – Iris B. und ihr Kampf gegen Brustkrebs

27. September 2016 · Ein Kommentar

Angelina Jolie, Kylie Minogue oder Sylvie Meis – sie teilen das Schicksal von Millionen Frauen weltweit: Brustkrebs hat ihr Leben verändert. Die Prominenten halten das Thema im Bewusstsein der Gesellschaft, ihr Kampf gegen den Krebs hat vielen Menschen Mut gemacht. Aber auch jenseits der Schlagzeilen gibt es ganz gewöhnliche Frauen, die ihre Erfahrungen mit Brustkrebs in positive Energie umgewandelt haben. Und somit sind sie dann doch wieder nicht „ganz gewöhnlich“, sondern echte Heldinnen. Wie zum Beispiel Iris B.

Die 37-jährige Frankfurterin erhielt mit nur 33 Jahren die Schockdiagnose Brustkrebs. Kurz nach ihrer Hochzeit ertastete sie einen Knoten. Statt als Motorsport-Journalistin für die Formel 1 um die Welt zu reisen, verbrachte sie ihre Tage in Krankenhäusern. Zuerst OP, dann Chemotherapie, Bestrahlung und Antihormontherapie.

Aus ihrer Erfahrung, mit der Krankheit oft allein gewesen zu sein, entstand die Idee für ein soziales Online-Netzwerk, in dem sich Betroffene und ihre Angehörigen zum Thema Krebs austauschen können. Eine Hilfe für Millionen von Deutschen.

Im dritten Teil unserer Reihe über „Echte Heldinnen“ porträtieren wir Iris B. Sie erzählt über ihre eigene Erfahrung, das Loch, in das sie nach der Diagnose fiel, wodurch sie wieder Mut fasste.

Hintergrundinformation Brustkrebs

Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr über 75.000 Frauen neu am Mammakarzinom. Experten gehen davon aus, dass etwa fünf bis zehn Prozent aller Frauen das Brustkrebsgen in sich tragen. Wird es vererbt, besteht für die Betroffenen ein erhöhtes Risiko von 54 bis 84 Prozent, an Brustkrebs zu erkranken.

Bislang sind zwei maßgebliche Gene bekannt, die mutiert bei den Betroffenen zu Brust- und oftmals auch Eierstockkrebs führen können.

BRCA steht für Breast Cancer. Das BRCA1-Gen wurde 1990 durch die US-amerikanische Genetikerin Mary-Claire King entdeckt. Das BRCA2-Gen vier Jahre später in London. Die Entdeckung dieser beiden Gene ist ein Meilenstein der Medizin und rettet bis heute vielen Frauen das Leben.

Unterdessen wurden auch weitere Genvarianten entdeckt, die ebenfalls für einen Teil der Mamma- und Ovarkarzinome verantwortlich sind. Erwähnenswert ist das RAD51C-Gen, welches 2010 näher identifiziert werden konnte. Es ist nach BRCA1 und 2 das einzige bisher gefundene Hochrisiko-Gen und wird von Experten daher auch als BRCA3 bezeichnet. Diese Gene sind für knapp die Hälfte aller erblich verursachten Brustkrebsfälle verantwortlich.

Zu weiteren Auslösern von Brustkrebs sind noch viele Fragen offen. Es ist nahezu unmöglich, bei Patientinnen mit Mammakarzinom im Nachhinein einen einzelnen, speziellen Anlass für die Tumorentstehung auszumachen. Studien zeigen allerdings, dass neben den Risikogenen das Lebensalter, die hormonelle Situation und der Lebensstil das Erkrankungsrisiko einer Frau beeinflussen können.

Brustkrebs ist dabei nicht immer gleich Brustkrebs und kann als Krankheit in den unterschiedlichsten Formen auftreten. Es gibt mehrere Brustkrebsarten, die aus verschiedenen Zelltypen entstehen können und bei denen es zu unterscheiden gilt.

Duktale und lobuläre Karzinome zählen zu den Brustkrebsarten, die überwiegend vorkommen. Es können jedoch auch seltenere Arten auftreten.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum. www.krebsinformationsdienst.de
Quelle: Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V.

Hollywoodfilm Decoding Annie Parker

Wenn man über Heldinnen und Brustkrebs spricht, darf ein Name nicht fehlen: Annie Parker (64).

Annie Parker, die erste Frau, bei der das Brustkrebsgen entdeckt und dekodiert werden konnte, ist durch ihren unermüdlichen Kampf gegen den Brustkrebs und durch ihre einzigartige Geschichte bis heute Vorbild und Antrieb für viele betroffene Frauen. In ihrem Buch „Annie Parker DECODED“ beschreibt sie ihren Weg. Dieses Buch diente Hollywood-Regisseur Steven Bernstein als Vorlage für seinen Kinofilm „Decoding Annie Parker“.

Der Hollywoodfilm „Decoding Annie Parker“ mit Helen Hunt, Samantha Morton und Aaron Paul in den Hauptrollen basiert auf der wahren Geschichte von Annie Parker, die Mutter und Schwester an den Krebs verloren hat und selber drei Mal erkrankt ist. Obwohl zu ihrer Zeit, in den Siebzigerjahren, das BRCA-Gen noch nicht entdeckt war, war sie der festen Überzeugung, dass es einen genetischen Zusammenhang gibt. Jahrelang hat sie für diese Überzeugung gekämpft. Letztendlich entdeckte Mary-Claire King das BRCA-Gen und bestätigte somit Annie Parkers Verdacht.

Wir von CD unterstützen als Sponsor von CITY GOES PINK (http://www.citygoespink.org/) den Film und dessen Verbreitung in Deutschland.

Wir halten euch über die Film-Premieren auf dem Laufenden.

Seht euch hier den englischen Trailer an:

 

Und bekommt hier einen Einblick in die Deutschlandpremiere des Filmes:

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21. Oktober 2015 11:55 Uhr

Macht Mut! Und spornt an nicht aufzugeben…..