Kosmetikverordnung

Die Vorschriften des Gesetzgebers 

Die aktuelle Fassung der Kosmetikverordnung besagt, dass die betroffenen Inhaltsstoffe (Parabene, Mineralöle, Silikone) zumindest teilweise gesetzlich zugelassen sind. Gemäß Art. 3 der VO (EG) 1223/2009 müssen alle kosmetischen Mittel sicher für die menschliche Gesundheit sein. Früher durften wir unsere Verwender aber auch explizit auf Inhaltsstoffe aufmerksam machen, die zwar erlaubt, in unseren Produkten aber nicht enthalten sind, weil sie nicht zu unserer Markenphilosophie passen. 

Am 28. Juli 2017 wurde jedoch ein EU-Dokument (Technical document on cosmetic claims) veröffentlicht, das als neue Leitlinie zum konkreten Einsatz von Werbeaussagen gedacht ist. Der Gesetzgeber fürchtet, dass gewisse Aussagen („frei von“, „ohne“, „0%“) Inhaltsstoffe diskriminieren könnten, die rechtmäßig im Verkehr sind. Es könnte der Eindruck entstehen, dass diese Inhaltsstoffe sowie Produkte, die diese Stoffe enthalten, gefährlich oder schädlich sind. Da diese Inhaltsstoffe aber als sicher für die menschliche Gesundheit gelten und zugelassen sind, will der Gesetzgeber verhindern, dass beim Verbraucher ein falscher Eindruck entsteht. Seit dem 01.07.2019 achten die Behörden daher verstärkt auf die Umsetzung dieser Leitlinie im Markt.

Daher haben wir uns entschieden, auf unseren Verpackungen auf „frei von“ oder „0%“-Aussagen zu verzichten, um nicht mit den Aufsichtsbehörden in Konflikt zu geraten. Auch wenn wir gerne noch weiterhin deutlich zeigen würden, dass wir auf Mineralöle, Silikone, Parabene sowie künstliche Farb- und tierische Inhaltsstoffe verzichten. Einfach, um unseren CD VerwenderInnen die Orientierung zu erleichtern.