Häufige Fragen

  1. Sind alle CD-Produkte vegan?

    Alle CD-Produkte, die bereits das Reinheitsgebot-Siegel tragen, sind frei von tierischen Inhaltsstoffen und somit faktisch vegan.

    Man kann vegane Kosmetik daran erkennen, dass diese Produkte 0 % tierische Inhaltsstoffe verwenden, was man entweder daran erkennt, dass es wie bei CD deutlich so auf der Vorderseite vermerkt wird oder aber, indem man die Inhaltsstoffliste auf der Rückseite (sogenannte INCI) genau durchliest. Das hat aber den Nachteil, dass man einige Rohstoffnamen gar nicht direkt als „tierisch“ erkennt, oder aber es Rohstoffe gibt, die sowohl tierischen wie auch pflanzlichen Ursprungs sein können, aber in der Inhaltsstoffliste den gleichen Namen tragen (z. B. Hyaluronsäure). Daher gehen immer mehr vegane Marken dazu über ihre Produkte bei der „Vegan Society of England“ zertifizieren zu lassen, damit sie die bekannte Veganblume auf ihren Produkten abdrucken können: http://www.vegansociety.com/

    Um unseren Verwendern noch mehr Orientierung zu geben, tragen alle CD-Produkte mit Ausnahme der CD festen Seifen (mehr dazu unter Häufige Frage Nr. 5, Absatz 4) nun die bekannte Veganblume der „Vegan Society of England“.

  2. Was ist der Unterschied zwischen einem Deo und einem Antitranspirant?

    Deodorants gibt es in verschiedenen Applikationsformen wie zum Beispiel als Spray, Roll-On oder Pumpzerstäuber. Sie wirken vorrangig mit Alkohol (teilweise in Kombination mit zusätzlichen antibakteriellen Stoffen) und Duftstoffen. Durch die antibakterielle Wirkung des natürlichen Alkohols wird das Wachstum schweißzersetzender Bakterien gebremst und so unangenehmer Körpergeruch verhindert. Deos bewirken also, dass der Schweiß keinen Geruch entwickelt. Die Schweißmenge selber wird allerdings kaum reduziert, sodass Schweißflecken (Nässe) durchaus auftreten können. Neben der antibakteriellen Wirkung sorgen zugefügte Parfüms oder Duftstoffe dafür, dass eventuell doch auftretender Schweißgeruch effektiv überdeckt wird. Deos werden nach Bedarf aufgetragen, vorzugsweise nach dem Duschen, und haben in der Regel eine 24- oder 48-Stunden-Wirkung.

    Antitranspirantien gibt es ebenso in sämtlichen Applikationsformen wie etwa als Spray, Roll-On, Pumpzerstäuber oder Stick. Im Gegensatz zu Deos enthalten sie Aluminium (u.a. Aluminium-Chlorhydrat ACH), die die Schweißdrüsen verengen und somit die Schweißbildung im Achselbereich reduzieren. Wo erst gar kein Schweiß fließt, kann auch nicht so schnell Geruch entstehen, denn die Bakterien verlieren durch die schweißreduzierende Wirkung des Aluminiums ihren Nährboden. Das Aluminium lagert sich oberflächlich in den Schweißdrüsen ab und baut sich erst über einen gewissen Zeitraum wieder ab, weshalb es nicht unbedingt täglich erneuert werden muss. Es wird empfohlen, Antitranspirantien am besten abends und nicht direkt nach der Achselrasur aufzutragen, um das Risiko einer Aufnahme von Aluminium über die Haut zu minimieren (siehe dazu Frage 8: Welche Haltung vertritt CD zum Thema Aluminium).

    Es gibt also einen funktionstechnischen Unterschied zwischen aluhaltigen Antitranspirantien (=schweißhemmend) und alufreien Deos (=geruchshemmend). Diese funktionstechnische Unterscheidung von Antitranspirantien und Deos (ohne Aluminium) ist auch deshalb sinnvoll, weil die beide Produkttypen unterschiedlich reagieren, wenn es um die Fleckenbildung auf Textilien geht: in der Regel ist es der Schweiß, der in Verbindung mit den Aluminiumsalzen, die in Antitranspirantien enthalten sind, reagiert und zu (meist gelben) Verfärbungen führt. Durch Zugabe von weiteren Zusatzstoffen wie z. B. Silikon versuchen die Hersteller von Antitranspirantien, dieses Fleckenproblem zu reduzieren. Komplett verhindern kann man es aber nicht. Das in Antitranspirantien enthaltene Aluminium ist beim Sprühen oft als „weißes Pulver“ oder „weißer Streifen“ auf dunkler Kleidung sichtbar. Auf heller Kleidung wandelt sich das Aluminium dann teilweise nach der Reaktion mit Schweiß in gelbliche Rückstände um. Echte Deos auf der anderen Seite enthalten erst gar kein Aluminium, und daher tritt dieses Fleckenproblem bei Deos gar nicht auf, weder auf dunkler noch heller Kleidung.

    Trotz aller Diskussionen: Antitranspirantien mit Aluminium haben sicherlich ihre Berechtigung, wenn man besonders stark schwitzt oder länger unterwegs ist. Wir empfehlen dann eine Anwendung von Deos und Antitranspirantien im Wechsel, sodass das Antitranspirant nicht täglich benutzt wird. Und die wichtigste Regel: kein Auftragen direkt nach der Rasur. Diese Regel gilt sowohl für Antitranspirantien, damit kein Aluminium über Mikroverletzungen in den Körper eindringt, als auch für Deos, denn der in Deos enthaltene Alkohol kann kurz nach der Rasur zu einem brennenden Gefühl führen.

  3. Welche Haltung vertritt CD zum Thema Palmöl?

    Palmöl ist ein pflanzliches Öl, das aus den Früchten der Ölpalme gewonnen wird. In der Körperpflege und Kosmetik wird es wegen seiner vielen guten Eigenschaften eingesetzt, denn es ist pflegend und texturgebend. Häufig wird Palmöl jedoch nicht als Reinprodukt (pur) eingesetzt, sondern in Form von Derivaten, d.h. weiterverarbeiteten Rohstoffen, bei deren Herstellung Palmöl neben anderen Stoffen eine Rolle spielt. Diese sind bspw. Glycerin, Fettsäuren oder Fettalkohole, die aufgrund ihrer hautpflegenden oder schäumenden Eigenschaften verwendet werden, teilweise auch in der Naturkosmetik.

    Weltweit steigt die Nachfrage an Palmöl wegen der wachsenden Weltbevölkerung und dem damit einhergehenden höheren Bedarf. Die gestiegene Nachfrage führt dazu, dass für Palmölplantagen teilweise tropische Wälder gerodet werden, was eine Bedrohung für die Artenvielfalt und das ökologische Gleichgewicht bedeutet. Dies ist auch der Grund, warum Palmöl in der Kritik steht.

    Könnte man nun ganz auf Palmöl verzichten? Grundsätzlich schon, allerdings wäre dies mit vielen Nachteilen verbunden, die aus Sicht von CD die Vorteile bei weiten überwiegen. Um die gleiche Menge Öl aus anderen Pflanzen (Raps, Kokos und Sonnenblumen) herzustellen, braucht es – verglichen mit Ölpalmen – eine deutlich größere Anbaufläche. Für die Ausbeute von einem Hektar Palmölfeldern bräuchte man 3 ha Rapsfelder, 4 ha Sonnenblumenfelder, knapp 5 ha Sojafelder oder 7 Hektar Kokospalmenfelder. Würden wir das Öl aus Palmkernen im großen Maßstab durch ein anderes Öl ersetzen, wäre demnach wenig gewonnen, denn die insgesamt benötigte Menge an Öl/Fett würde ungefähr gleich bleiben – auch, wenn man auf Alternativen umsteigt.

    Anders ausgedrückt: Wenn alle auf Palmöl verzichteten und auf Alternativen umstiegen, dann würde dieser Alternativstoff ganz schnell vermehrt nachgefragt; es käme auch hier zu Monokulturen und Raubbau, und am Ende wäre das aktuelle Palmöl-Problem nur auf eine andere Stoffgruppe verlagert. Durch die größeren Anbauflächen für Alternativ-Öle würde sich das Problem nach Angaben des WWF sogar verschlimmern.

    Darüber hinaus sind diese möglichen Ersatzstoffe wesentlich hochpreisiger, was zu einer Verteuerung der Produkte führen würde. Ergiebigkeit im Vergleich zu anderen Ölen und der Preis sind also die beiden Hauptargumente, die für den Einsatz von Palmöl sprechen.

    Dazu muss man wissen, dass die Kosmetikindustrie nur einen geringen Teil des weltweiten Palmölverbrauchs verursacht. Das ist deswegen so, weil meistens eben nur Palmöl-Derivate zum Einsatz kommen, und daher der tatsächliche Verbrauch bei der Herstellung von Körperpflegemitteln recht überschaubar bleibt. Ein großer Teil des Palmölbedarfs fließt in die Nahrungsmittelindustrie, wo Palmöl häufig „pur“ eingesetzt wird – und damit in viel höheren Mengen.

    Gemäß der WWF-Studie „Auf der Ölspur“ verbraucht Deutschland 1,8 Millionen Tonnen Palmöl pro Jahr. Die Bio-Energie mit 41%, gefolgt von der Lebensmittelindustrie (40%), führen den Verbrauch von Palmöl und Palmkernöl in Deutschland an. Hierzulande entfällt mit 17% ein vergleichsweise geringer Anteil des importierten Palmöls auf industriell hergestellte Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik, Chemieprodukte und Pharmazeutika.

    Und selbst in der Lebensmittelindustrie hat der Einsatz von Palmöl seine Berechtigung. Es müssen aber neben Palmöl auch andere Stoffe zum Einsatz kommen, damit es eine Vielzahl von Anbau-Methoden für unterschiedliche Stoffe in unterschiedlichen Regionen geben kann. So werden Monokulturen verhindert. Ein Total-Boykott von Palmöl ist daher aus unserer Sicht kontraproduktiv, da die Problematik dann nur auf andere Stoffgruppen verlagert würde. Es kommt auf den gesunden Mix an, und daher verwenden wir bei CD neben Palmöl-Derivaten zahlreiche Alternativen im Mix wie pflanzliches Glycerin, Sonnenblumenöl und Avocado-Öl. Der gesunde Mix gilt natürlich auch für unsere Ernährung.

    Ziel muss es außerdem sein, den nachhaltigen Anbau von Palmöl zu fördern, um negative Auswirkungen auf den Regenwald und sein Ökosystem zu verhindern. Aktuell ist jedoch zertifiziertes Palmöl noch nicht in ausreichender Menge auf dem Weltmarkt erhältlich, um den gesamten Bedarf zu decken. Besonders bei Derivaten, die aus Palmöl hergestellt werden, wird daher häufig das Verfahren der sog. Mass Balance angewendet. (Mehr Informationen dazu unter https://rspo.org/certification/supply-chains)

    Wir von CD arbeiten – gemeinsam mit unseren Lieferanten – daran, in unseren Produkten soweit wie möglich Rohstoffe in Mass Balance Qualität einzusetzen. In unseren CD Produkten setzen wir sowieso fast ausschließlich Palmöl-Derivate ein. Lediglich in unserer Festen Dusche Avocado ist als einziges CD Produkt reines Palmöl in sehr geringer Menge enthalten (0.009%), das durch den natürlichen Farbstoff Carotin in geringen Spuren ins Produkt gelangt.  Aber auch hier arbeiten wir daran, diesen kleinen Rest auch noch zu ersetzen.

  4. Welche Tenside enthalten CD Haar Naturkraft Shampoos?

    Unter Tensiden versteht man sogenannte waschaktive Substanzen, die z. B. in Duschgelen und Shampoos dafür sorgen, dass das Pflegeprodukt schäumt und dabei im Zusammenspiel mit Wasser Schmutzpartikel löst und diese aus- bzw. abwäscht.

    Tenside haben also hauptsächlich zwei Funktionen: Reinigen und Schäumen.

    Das wohl am weitesten verbreitete Tensid heißt Natriumlaurylethersulfat, kurz SLES (Sodium Laureth Sulfate), das besonders gut und kräftig schäumt. SLES ist nachweislich gut verträglich, aber sicherlich gibt es innerhalb der Familie der Tenside noch mildere Tenside, die sogar bei empfindlicher Haut sehr gut verträglich sind – dafür aber eben weniger schäumen. Solch ein speziell mildes Tensid ist z. B. Cocamidopropyl Betaine, kurz CAPB.

    Das Besondere am Tensidsystem der CD Shampoos liegt darin, dass CD eine ausgewogene Kombination aus beiden Tensidarten in die CD Shampoo-Rezepturen eingearbeitet hat. Wir setzen nur so viel Sodium Laureth Sulfate (SLES) ein wie nötig, um eine gute Reinigungsleistung mit sehr schönem, voluminösem Schaum zu erhalten. Den notwendigen Restgehalt an waschaktivem Tensid für eine perfekte Reinigung füllen wir dann auf mit dem milden CAPB, das gut reinigt, aber wenig und dafür sehr cremig schäumt. Das ist aber nicht schlimm, weil den voluminösen Schaum ja bereits das SLES macht.

    Im Zusammenspiel beider Tenside erreichen wir also eine sehr kosmetische Schaumbildung mit zuverlässiger Reinigungsleistung bei gleichzeitig sehr guter Verträglichkeit. Oder anders ausgedrückt: Die CD Shampoos bieten so viel Schaum- und Reinigungsleistung wie nötig und gleichzeitig so viel Verträglichkeit wie möglich – selbst bei empfindlicher Kopfhaut.

  5. Sind alle Rezepturen von CD im Zuge des CD Reinheitsgebots® überarbeitet worden?

    CD ist seit über 50 Jahren bekannt für seine hautfreundlichen Rezepturen im Sinne des Mottos „An meine Haut lasse ich nur Wasser und CD“. Einige der erfolgreichsten Produkte von CD entsprechen daher schon immer zu 100 % dem CD Reinheitsgebot®. Dazu gehören unter anderem die Deos der Serie Wasserlilie. Das Erfolgsrezept dieser „Anker-Produkte“ haben wir zum Vorbild genommen, um es auf die gesamte Marke zu übertragen. Im Zuge dieser Überarbeitung mussten bei etwa einem Viertel des Sortimentes leichte Änderungen vorgenommen werden, die sich in der Regel auf den Austausch von ein bis zwei Stoffen beschränkten. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Produktleistung für den Konsumenten mindestens genauso gut bleibt wie vorher. Bei der CD Körperlotion haben wir eine komplette Neurezeptur vorgenommen.

  6. Warum verzichten wir auf einige Rohstoffe, und warum setzen wir einige andere trotzdem ein?

    (1) Silikone
    CD verzichtet auf Silikone, weil diese nicht zum CD Reinheitsgebot® und unserem Slogan „An meine Haut lasse ich nur Wasser und CD“ passen. Silikone sorgen zwar für ein samtiges und seidiges Hautgefühl, aber sie haben auch gewisse Nachteile: Sie bilden einen wasserabweisenden Film auf der Haut und enthalten keine Pflegestoffe. Man könnte auch sagen, dass sie nur das oberflächliche Gefühl von Pflege vermitteln, aber der Haut nicht tatsächlich nährende Stoffe zuführen. Silikone schaden der Haut zwar nicht – aber sie nähren sie auch nicht.

    Zudem sind Silikone nicht sehr umweltfreundlich, da sie sich in Abwässern und Kläranlagen anreichern. Das seidige und samtige Hautgefühl kann auch auf anderem Wege erreicht werden, und so verwendet CD natürliche Öle und deren Derivate.

    (2) Mineralöle
    Mineralöle bilden ähnlich wie Silikone einen sogenannten okklusiven, also porenverschließenden Film auf der Haut und lassen ihr damit weniger Möglichkeit zum Atmen. Sie werden häufig in medizinischen Salben eingesetzt, um die Haut zu schützen und ihr zu helfen, sich selbst zu regenerieren. Mineralöle können auch leicht zu einem klebrigen Hautgefühl führen. Der Haut Feuchtigkeit zu spenden und ihr gleichzeitig Raum zum Atmen zu lassen, erzielt CD durch den Einsatz natürlicher Öle und pflanzlichen Glycerins. Daher kann CD auf die Verwendung von Mineralölen verzichten.

    (3) Synthetische Farbstoffe
    Synthetische Farbstoffe werden zum Einfärben von Produkten eingesetzt, um diese besser voneinander unterscheiden zu können und deren Konzepte zu unterstützen. Farbstoffe können allerdings in Einzelfällen auch Allergien auslösen und sie besitzen keine pflegende Funktion in einer Rezeptur, sondern dienen nur der Optik. Aus diesem Grund verzichtet CD auf synthetische Farbstoffe. Zur Unterscheidung der einzelnen Produktvarianten setzt CD vielmehr auf die visuelle Gestaltung der Etiketten. In einigen Produkten entsteht zudem ein farblicher Eindruck, welcher entweder durch die Eigenfarbe natürlicher Inhaltsstoffe (z. B. natürliche Pflanzenextrakte) oder durch natürliche Lebensmittelfarben wie beispielsweise Karamell gegeben ist.

    (4) Tierische Inhaltsstoffe

    CD verzichtet bewusst auf tierische Inhaltsstoffe und setzt ganz auf die Vielfalt und Kraft pflanzlicher Produkte. Fast alle CD-Produkte sind vegan zertifiziert und mit der bekannten Veganblume  der Vegan Society ausgezeichnet. Einzige Ausnahme bilden derzeit die festen Seifen. Der Grund, warum hier weiterhin tierische Rohstoffe (Sodium Tallowate, talgbasierte Rohstoffe) eingesetzt werden, ist, dass sich transparente Seifen in der bewährten Qualität der jetzigen CD Seifen mit pflanzlichen Rohstoffen noch nicht herstellen lassen und CD bei der Qualität keine Kompromisse eingehen will. Darüber hinaus ist die Seife das erste Produkt von CD, deren Stammverwender in zahlreichen Marktforschungsstudien keine Veränderung der Rezeptur fordern und den Seifen gegenüber sehr loyal sind. Daher möchte CD hier die Umstellung erst vornehmen, wenn sich mit pflanzlichen Inhaltsstoffen genauso gute Ergebnisse erzielen lassen. CD ist derzeit auf der Suche nach Möglichkeiten, die Seifen mit rein pflanzlichen Inhaltsstoffen herzustellen. Wichtig: Es werden für die Herstellung des Seifengrundstoffs keine Tiere getötet, sondern lediglich nicht verwertbare Rohstoffe aus der Lebensmittelindustrie verwendet. Letztere fallen ohnehin an und werden somit einer sinnvollen, nachhaltigen Verwendung zugeführt.

    (5) PEGs und PEG-Derivate wie „Sodium Laureth Sulfate“

    Seit der Einführung des CD Reinheitsgebots® hat CD sich vorgenommen, auf PEGs und PEG-Derivate so weit wie möglich zu verzichten, weil immer mehr Verbraucher aktiv danach fragen, obwohl diese Stoffe vom Gesetzgeber als sicher und unbedenklich eingestuft werden. Eben weil diese Stoffe als sicher gelten, sind sie auch sehr weit verbreitet in der Kosmetikindustrie, was nicht heißt, dass man es nicht trotzdem anders machen kann, wenn der Verbraucher es so möchte. Wir sind daher sehr stolz darauf, dass CD seit 2015 komplett PEG-frei ist und keine direkten PEG-Verbindungen mehr enthält. Die Inhaltsstofflisten der CD-Produkte weisen daher auch keine Rohstoffe mehr auf, die die drei Buchstaben „PEG-“ im Namen tragen. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass Produkte anderer Marken, die PEGs nach wie vor enthalten, nicht schlecht sind und natürlich auch als sicher gelten im Sinne des Gesetzgebers. Wir möchten mit CD lediglich eine Alternative zur Masse bieten und der Verbraucher kann dann selber entscheiden, ob er „mit“ oder „ohne“ bevorzugt.

    Wir könnten natürlich noch viel strengere Kriterien an unsere Rezepturen legen und z. B. auch auf jegliche Derivate wie z. B. „Sodium Laureth Sulfate“ (Tensid = waschaktive Substanz) verzichten, so wie es die zertifizierte Naturkosmetik macht. Dann würden unsere Produkte aber zwangsläufig wesentlich teurer werden, denn die Ersatzstoffe kosten einfach mehr. Außerdem schäumen diese Ersatzstoffe deutlich geringer/anders, wodurch z. B. die CD Dusche „Wasserlilie“ ein völlig anderes Produkterlebnis vermitteln würde als bisher, was definitiv viele unser Stammverwender, die das Duschgel schon seit über 20 Jahren verwenden, enttäuschen würde.

    Generell lautet unser Motto: wir sind vielleicht nur „gut“ und definitiv nicht perfekt, aber dafür kann es sich die große Mehrheit der Bevölkerung auch leisten, CD zu kaufen. Wenn wir tatsächlich überall perfekt (sehr gut) würden – und damit mindestens doppelt so teuer wie bisher – dann wären wir zwar perfekt, aber es könnten sich wesentlich weniger Leute unsere Produkte leisten. Wir finden es unterm Strich nachhaltiger, wenn viele Leute es sich leisten können, gute Produkte zu verwenden, als wenn nur eine kleine Elite sich perfekte Produkte leistet, während die große Masse weiter macht wie bisher. Anders ausgedrückt: besser „viel gut“ als „ein bisschen sehr gut“.

    Natürlich verstehen wir es, wenn es Menschen gibt, die sich mit solch einem Kompromiss nicht zufriedengeben und möglichst perfekte Produkte möchten –  für diese Leute gibt es die zertifizierte Naturkosmetik. Es ist aber gar nicht unser Ansatz, in Konkurrenz zur echten Naturkosmetik (ca. 10 % des Marktes) zu treten, sondern vielmehr, eine bessere Alternative zu bieten zum großen Markt der ganz konventionellen Körperpflege (ca. 80 % des Marktes), die noch sehr viele (als sicher eingestufte) Inhaltsstoffe verwendet, auf die CD trotzdem schon seit Jahren freiwillig verzichtet, weil auch die Naturkosmetik es so tut. Wir definieren uns bei CD als „naturnahe Körperpflege“ und sehen uns damit als „Brücke“ zwischen der konventionellen Massenkosmetik und der zertifizierten Naturkosmetik. Das heißt: soweit (wirtschaftlich) möglich, verzichten wir freiwillig auf viele Zusatzstoffe, die die Naturkosmetik ebenfalls ausschließt, aber ein paar Kompromisse gehen wir bewusst ein, damit wir weiterhin für jedermann erschwinglich bleiben.

    So ist es auch bei der PEG-Frage: CD setzt keine direkten PEGs mehr ein. Direkte PEGs sind in der Inhaltsstoffliste (INCI) direkt zu erkennen an den drei Buchstaben PEG (z. B. PEG-100 Stearate). Darüber hinaus gibt es weitergehende Diskussionen, ob man die Definition der PEGs noch weiter greifen soll, und auch Vorstufen von PEGs oder deren Derivate in diese Diskussion mit aufgreift. Das ist dann Definitionssache. Wir erachten nur die PEGs als direkte/echte PEGs, die auch die drei Buchstaben im Namen tragen, und verzichten auf diese. Damit sind wir der konventionellen Massenkosmetik bereits einen großen Schritt voraus. Wenn man die Definition nun unbedingt strenger auslegen möchte, dann muss man auch auf sämtliche Vorstufen und Derivate verzichten (auch, wenn diese gar nicht unbedingt die gleichen Eigenschaften haben wie die echten PEGs). Das oben erwähnte „Sodium Laureth Sulfate“ zählt z. B. auch zu dieser Stoffgruppe. Würden wir auch darauf verzichten, dann stellt sich – wie gesagt – wieder die Frage des Preises und wie viele sich diesen noch leisten können oder wollen.

    Alles in allem wird diese Vorgehensweise vielleicht nicht alle Verbraucher befriedigen, aber vielleicht versteht ihr nun ein wenig besser, warum wir gewisse Dinge tun. Als kleines, mittelständiges Unternehmen versuchen wir den großen Marken dieser Welt etwas entgegenzusetzen, um möglichst vielen Menschen eine zwar nicht perfekte, aber zumindest bessere Alternative zum konventionellen Markt bieten zu können.

    (6) Parabene
    Unter dem Sammelbegriff der Parabene wird eine Vielzahl chemischer Stoffe zusammengefasst, die eine antimikrobielle fungizide Wirkung besitzen. Sie werden häufig zur Konservierung von Kosmetika, also zum Schutz des Produktes vor dem Verderb durch eingeschleppte Keime, eingesetzt. Es gibt verschiedene, teilweise sehr konträre, Sichtweisen zu Parabenen – je nachdem, ob man sich mit Rohstofflieferanten, Behörden oder Verbraucherverbänden unterhält. Hierbei geht es in erster Linie um vier verschiedene Parabene. Zwei davon sind abschließend und zwei weitere vorläufig vom Scientific Committee on Consumer Safety (SCCS) und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bewertet und als sicher für den Verbraucher eingestuft worden. Allerdings verlangen trotzdem immer mehr Verbraucher, dass auf Parabene verzichtet wird, weil Parabene auch in der Naturkosmetik nicht eingesetzt werden. Auch die Gesetzgebung in einigen europäischen Nachbarländern hat sich dieses Themas angenommen, und so sind beispielsweise in Dänemark seit 2011 Parabene in Babypflegeprodukten verboten. CD verzichtet deshalb freiwillig seit 2012 als eine der ersten naturnahen Marken am Markt komplett auf Parabene, obwohl diese als sicher eingestuft wurden.

    (7) Duftstoffe
    Im Gegensatz zu einigen zertifizierten Naturkosmetikmarken setzt CD als naturnahe Alternative bewusst dezente Duftstoffe in Produkten ein. In zahlreichen Marktforschungsstudien wird deutlich, dass gerade der Duft von zentraler Wichtigkeit für die CD Verwender ist und diese nicht darauf verzichten wollen, sich damit zu verwöhnen. Nicht zuletzt beeinflussen Gerüche unser Wohlbefinden stärker, als wir denken, und nicht umsonst sprechen Experten von der “Macht der Düfte”. Wird ein Aroma eingeatmet, so löst es im sogenannten limbischen System eine Reaktion aus. Stimuliert ein Duft das Gehirn, so sorgt das vegetative Nervensystem für eine Hormonausschüttung, die sich auf die Stimmung auswirkt. Praktisch heißt das: Wenn wir die richtigen Aromen auswählen, können wir damit unsere Gefühle positiv beeinflussen. Orangenduft zum Beispiel wird von den meisten Menschen als positiv empfunden und ist deshalb in unseren CD Glücksgefühl Deos enthalten. Was für Düfte wir als angenehm empfinden, ist jedoch meist sehr subjektiv, und jeder Mensch hat seine persönlichen Lieblingsdüfte. CD ist von jeher dafür bekannt, dass die Düfte, wie alle anderen Inhaltsstoffe auch, sehr bewusst ausgewählt werden. Daher sind die Düfte von CD im Vergleich zum Markt grundsätzlich sehr dezent vom olfaktorischen Standpunkt aus gesehen und niemals höher konzentriert als eigentlich notwendig. So wird ein Maximum an Verwöhnung bei gleichzeitig guter Verträglichkeit gewährleistet.

  7. Warum ist das CD Reinheitsgebot® nicht zertifiziert (z. B. BDIH)?

    Umfangreiche Marktforschungsstudien zeigen, dass ein Großteil der deutschen Konsumenten die Zertifizierungen nicht kennt, sondern vielmehr eine eingeschränkte Minderheit naturkosmetikaffiner Verbraucher, die in diesem Bereich sehr versiert ist.

    CD war aber stets eine demokratische, für die Mehrheit der Bevölkerung konzipierte Marke und möchte es auch bleiben. Aus diesem Grund hat sich CD entschlossen, keine Fachsiegel zu verwenden, deren Bedeutung man nur mit speziellem Wissen im Bereich der Naturkosmetik kennt. Oftmals verwirren derartige Siegel sogar mehr, als dass sie Orientierung bieten.

    Dementsprechend wurde gezielt der Begriff Reinheitsgebot® gewählt, da dessen Bedeutung auch ohne Fachkenntnis verstanden wird: bewusst ausgewählte Inhaltsstoffe und das bewusste Nicht-Einsetzen bestimmter Inhaltsstoffe in Verbindung mit dem Thema Wasser, welches als Grundlage von Reinigung und Pflege zu sehen ist.

    Die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage mit 1000 Menschen im Alter zwischen 14 und 69 Jahren aus dem Mai 2014 (Quelle: ICADA Fachtagung 25.06.2014) bestätigen dies. Hier einige Fakten:

    • Nur 11 % der Bevölkerung sagen, dass ihnen klar ist, was die gängigen Siegel bedeuten
    • Selbst für das BDIH-Siegel als bekanntestes Naturkosmetik-Siegel gilt:
      • nur 35 % kennen es vom Namen her,
      • nur 7 % wissen, was genau dahinter steckt,
      • nur 5 % der Bevölkerung finden es glaubwürdig und berücksichtigen es beim Einkauf von Körperpflege

    Insgesamt achten nur 13 % auf Naturkosmetik-Siegel (BDIH und andere wie Ecocert, Natrue etc.)

    • Im Gegensatz dazu achten
      • 47 % beim Kauf von Körperpflege auf die Inhaltsstoffe
      • 38 % auf die Wertung der Stiftung Warentest und
      • 21 % auf Öko-Test

    Diese Zahlen wären definitiv höher, wenn man die Umfrage nur unter weiblichen Käufern von Körperpflege machen würde. Die aktuelle Umfrage zielte auf die Gesamtbevölkerung ab.
    Da es Verbrauchern also mehr um Informationen zu konkreten Inhaltsstoffen als um Siegel geht, sind wir überzeugt, dass wir ihnen mit unserem Reinheitsgebot® eine gute Orientierung geben können.

    Nicht zuletzt ist zu erwähnen, dass die aktuelle Lage in Deutschland hinsichtlich der Bedeutung der verschiedenen Siegelvarianten wie etwa BDIH oder Ecocert sehr uneinheitlich und unübersichtlich ist. Sollte sich in der Zukunft eine klare und eindeutigere Zertifizierungsregelung entwickeln, werden auch wir unseren Umgang damit überdenken.

  8. Welche Haltung vertritt CD zum Thema Aluminiumsalze (ACH) in Deos?

    Bei vielen gängigen Inhaltsstoffen orientiert sich CD an der Naturkosmetik. Weil Naturkosmetik keine Aluminiumsalze in Deos zulässt, enthalten auch alle CD Deos kein Aluminium.

    Aluminium-Verbindungen in Körperpflegeprodukten wurden in den vergangenen Jahren immer wieder mit möglichen Gesundheitsrisiken wie einer erhöhten Brustkrebsgefahr oder Alzheimer in Verbindung gebracht. Aus diesem Grund hat das SCCS (Scientific Committee on Consumer Safety der EU Kommission) eine umfangreiche Studie zur Aufnahme von Aluminium über die Haut durchgeführt, ebenso hat das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) Mitte 2020 eine Neubewertung der gesundheitlichen Risiken vorgenommen. Sowohl das SCCS also auch das BfR kommen in ihren neuesten Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen durch den Gebrauch von ACH-haltigen Antitranspirantien nicht zu erwarten sind, da die Aufnahme von Aluminium über die Haut selbst bei regelmäßigem Gebrauch von aluhaltigen Deos zu gering ist.

    Bei der Risikobewertung von Aluminium ist es jedoch grundsätzlich wichtig, die Gesamtaufnahme von Aluminium durch den Körper zu betrachten. Daher empfehlen wir von CD, insbesondere nach der Rasur, wenn die Haut Mikroverletzungen aufweist, auf aluminiumhaltige Deos zu verzichten. Um dem Verbraucher bei der Produktwahl eine Orientierungshilfe zu geben, sind alle unsere Deos aluminiumfrei und entsprechend mit dem Hinweis „ohne Aluminiumsalze“ ausgezeichnet. Damit sind unsere CD Deos klar von den aluminiumhaltigen Antitranspirantien zu unterscheiden, da diese völlig anders wirken (siehe dazu Frage 2: Was ist der Unterschied zwischen einem Deo und einem Antitranspirant?)

  9. Enthalten CD-Produkte Mikroplastik?

    CD Körperpflege hat noch nie festes Mikroplastik eingesetzt.
    Aktuell enthält nur noch die CD Pflegelotion „Sanddorn“ flüssiges Mikroplastik, allerdings arbeiten wir mit Hochdruck an einer Neuformulierung. Die Anpassung der Formulierung ist komplex, da wir natürlich alle guten Eigenschaften unserer Pflegelotion wie z.B. Hautgefühl, Textur und Stabilität beibehalten möchten.

    Ansonsten sind alle CD Produkte gemäß der gängigen Definitionen bereits heute auch komplett frei von flüssigem Mikroplastik. Da wir aber unsere eigene Definition von flüssigem Mikroplastik noch strenger auslegen und zusätzlich den Stoff Carbomer nicht mehr einsetzen wollen, gibt es aktuell noch zwei weitere Produkte bei CD, die Carbomer (Polyacrylsäure) enthalten und zukünftig überarbeitet werden: CD Feuchtigkeitslotion und CD Feuchtigkeitscreme.
    Alle anderen Produkte sind mikroplastikfrei: Sie enthalten weder festes noch flüssiges Mikroplastik.

    Nachdem Mikroplastik für Verbraucher oft schwer zu identifizieren ist, werden wir künftig immer mehr unserer Produkte mit einem „Rezeptur ohne Mikroplastik“-Siegel kennzeichnen. Das gibt unseren Kunden eine schnellere und sichere Orientierung, dass weder festes noch flüssiges Mikroplastik enthalten ist.

     

    Mehr zum Thema Mikroplastik und die Haltung von CD unter https://cd-koerperpflege.de/das-reine-leben/mikroplastik/

  10. Warum heißt es „CD engagiert sich gegen Tierversuche“ und nicht „ganz ohne Tierversuche“?

    Seit 1998 verzichtet die deutsche Kosmetikindustrie freiwillig auf Tierversuche für kosmetische Fertigprodukte. Seit September 2004 sind diese sogar EU-weit verboten. Dieses Gesetz verhinderte allerdings nur, dass Fertigprodukte nicht mehr an Tieren getestet werden dürfen. Es schloss hingegen nicht aus, dass einzelne Rohstoffe immer noch bei Tierversuchen auf ihre Sicherheit geprüft werden.
    Da alle Inhaltsstoffe, ob natürlichen oder synthetischen Ursprungs, nach den chemikalienrechtlichen Vorgaben abgesichert sein müssen, wurde jeder Stoff (auch Bio-Inhaltsstoffe!) irgendwann mindestens einmal im Tierversuch getestet. Solche Tests können teilweise Jahrzehnte zurückliegen. Daher kann von keinem Kosmetikprodukt (nicht einmal von zertifizierter Naturkosmetik, wie z. B. BDIH-zertifizierten Produkten) behauptet werden, dass es zu „100 % tierversuchsfrei“ ist. Marken und Produkte, die so etwas ausloben, sind nicht ganz ehrlich mit ihren Kunden. Im Gegensatz dazu möchten wir von CD offen und transparent mit dieser Tatsache umgehen. Denn wir können die Tests der Vergangenheit – auch, wenn wir diese gar nicht selber zu verantworten haben – nicht ungeschehen machen.

    Seit Inkrafttreten der neuen Kosmetikverordnung Mitte 2013 wurde auch das Testen einzelner Rohstoffe für Kosmetikprodukte verboten, wenn die Produkte in der EU vertrieben werden sollen. Deswegen ist es auch nicht (mehr) erlaubt, in der EU damit zu werben, dass ein Kosmetikprodukt nicht an Tieren getestet worden ist. Da dies ohnehin gesetzlich verboten ist, ist die Aussage „nicht an Tieren getestet“ irreführend und nicht mehr erlaubt. „Nicht an Tieren getestet“ zu sein, ist spätestens seit dem 11.7.2013 für Kosmetik eine Selbstverständlichkeit in der EU.
    Dem gegenüber steht allerdings das seit 2009 europaweit gültige Gesetz mit dem Namen „Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals“ (Abk.: REACH).

    REACH besagt, dass alle existenten und neuen Inhaltsstoffe auf ihre Sicherheit überprüft und ggf. getestet werden müssen – und einige dieser Tests müssen an Tieren durchgeführt werden, weil es keine anerkannten Ersatztestmethoden gibt. An dieser Stelle ist es wichtig zu wissen, dass nur wenige Rohstoffe ausschließlich in Kosmetikprodukten eingesetzt werden. Die verwendeten Rohstoffe kommen vielmehr auch bzw. überwiegend in anderen Bereichen wie Arzneimitteln, Lebensmitteln, Farben oder Wasch- und Reinigungsprodukten zum Einsatz. Die Verbraucher haben einen Anspruch darauf, dass diese Produkte sicher sind. Die hierzu notwendigen Tests sind durch die einschlägige Gesetzgebung (z. B. Chemikaliengesetz, REACH) geregelt, und einige dieser Sicherheitsprüfungen können bis heute nur im Tierversuch durchgeführt werden. Es besteht also ein Paradoxon innerhalb der EU-Gesetzgebung zwischen dem Willen, Tierversuche zu unterbinden, und der gleichzeitigen Forderung, REACH durchzusetzen.

    Die Haltung von CD zu diesem Thema: Der beste Beweis für die Sicherheit eines Stoffes ist, wenn er sich über einen langen Zeitraum hinweg als sicher erwiesen hat. Dies ist zum Beispiel bei der Avocado der Fall. Die Öle und Extrakte aus der Avocado-Frucht haben eine lange Geschichte, in der sie sich als unschädlich herausgestellt haben, sei es als Nahrungsmittel oder zur Hautpflege. Dementsprechend werden bei CD nur Rohstoffe verwendet, die sich über lange Zeit als sicher erwiesen haben. Aber aufgrund von REACH ist es auch hier nicht ausgeschlossen, dass selbst diese altbewährten Inhaltsstoffe mangels anerkannter alternativer Testverfahren an Tieren getestet wurden bzw. zukünftig nachträglich getestet werden müssen.

    An dieser Situation können wir nichts ändern, deswegen schaut CD lieber in die Zukunft und versucht – trotz der paradoxen EU-Gesetzgebung – die Situation für die Zukunft zu verbessern. Wir schreiben seit Jahren „CD engagiert sich gegen Tierversuche“ auf unsere Produktverpackungen, weil wir als Marke CD etwas gegen Tierversuche im Allgemeinen unternehmen.
    Dies wird auf folgende Weise erreicht:

    1. CD testet keine Fertigprodukte an Tieren und gibt auch keine Tests für einzelne Rohstoffe in Auftrag.
    2. CD setzt sich bereits seit 2011 für die Förderung und Erforschung von alternativen Testmethoden zu Tierversuchen ein. Aus diesem Grund unterstützt CD die SET (Stiftung zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen), um durch die Entwicklung von neuen Testmethoden neue Optionen für die Politik zu schaffen, die nicht nur CD zugutekommen, sondern der gesamten Industrie (u. a. Kosmetik, Körperpflege, Arzneimittel, Lebensmittel, Putz- und Reinigungsmittel). Auf diese Weise wird möglichst effektiv gegen Tierversuche gekämpft.

    Mehr Informationen über die Stiftung SET findest du unter www.stiftung-set.de.
    Noch mehr Inhalte zu Tierversuchen, SET und weiterführende Links zu Tierschutzorganisationen gibt es in der Rubrik Tierschutz unserer CD Markeninitiative unter www.cd-dasreineleben.de.

  11. Wie engagiert sich CD im Bereich Nachhaltigkeit?

    Das CD Reinheitsgebot® ist die Grundlage allen Handels bei CD. Durch den bewussten Verzicht auf bestimmte Inhaltsstoffe schont CD die Umwelt. So werden z. B. keine Silikone eingesetzt (mehr unter Häufige Frage Nr. 5, Absatz 1), die sich im Klärschlamm von Kläranlagen anreichern oder feste Kunststoffpartikel, die nur in speziellen Kläranlagen ausgefiltert werden können und wie Schwämme, weitere Verschmutzungen anziehen. Ziel von CD ist es, das Reinheitsgebot® über die Zeit hinweg noch stärker auszubauen.

    Darüber hinaus hat CD sich zum Ziel gesetzt, gemeinnützige Organisationen wie beispielsweise die SET bei der Forschung für alternative Testmethoden zu Tierversuchen zu unterstützen (siehe Frage 9.).

    Um den Bereich Nachhaltigkeit weiter voranzutreiben, haben wir von CD die Initiative “Das reine Leben“ gegründet. Hier möchten wir gemeinsam mit unseren Partnern Denkanstöße zu Themen liefern, die uns als Marke, über unsere Produkte hinaus, bewegen. Dabei greifen wir Bereiche auf, die sicherlich auch bei dir ganz persönlich öfter Fragen aufwerfen.

    Gemeinsam mit unserem Partner UN Women Nationales Komitee Deutschland e. V. setzen wir uns für die Stärkung von Frauen weltweit ein.

    Unsere „Echten Helden“ sind Menschen, die ihrer Überzeugung folgen. Es sind Beispiele, die Mut machen, auf seine Leidenschaften zu hören und dadurch die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Das aktuellste Projekt zeigt Günther Bonin, welcher gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein One Earth – One Ocean, dem Müll in den Meeren den Kampf ansagt.

    Mehr Informationen zu unserer CD Markeninitiative und aktuellen Nachhaltigkeitsprojekten findest du unter www.cd-dasreineleben.de.

  12. Warum gibt es ein neues Logo für das CD Reinheitsgebot®?

    Liebe CD-Fans,

    seit einiger Zeit ist auf den Verpackungen von CD ein neues CD Reinheitsgebot®-Logo zu sehen:

    CD Reinheitsgebot Trademark

    Vorher sah es so aus:

    Reinheitsgebot

    Uns wird häufig die Frage gestellt, was es mit dieser Änderung auf sich hat. Warum sagen wir bei einigen Inhaltsstoffen nicht mehr explizit, ob sie enthalten sind? Werden diese Inhaltsstoffe jetzt wieder verwendet?

    Die Antwort ist: Nein. Auch weiterhin verzichtet CD bei allen Produkten mit dem CD Reinheitsgebot® bewusst auf Mineralöle, Silikone, Parabene, künstliche Farb- und tierische Inhaltsstoffe. Wir dürfen es nur nicht mehr so konkret auf unsere Verpackungen schreiben, weil sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen geändert haben.

    Neue Vorschriften des Gesetzgebers

    Die aktuelle Fassung der Kosmetikverordnung besagt, dass die betroffenen Inhaltsstoffe (Parabene, Mineralöle, Silikone) alle gesetzlich zugelassen sind. Gemäß Art. 3 der VO (EG) 1223/2009 müssen alle kosmetischen Mittel sicher für die menschliche Gesundheit sein. Bis jetzt durften wir unsere Verwender aber auch explizit auf Inhaltsstoffe aufmerksam machen, die zwar erlaubt, in unseren Produkten aber nicht enthalten sind, weil sie nicht zu unserer Markenphilosophie passen.

    Am 28. Juli 2017 wurde jedoch ein EU-Dokument (Technical document on cosmetic claims) veröffentlicht, das als neue Leitlinie zum konkreten Einsatz von Werbeaussagen gedacht ist. Der Gesetzgeber fürchtet, dass gewisse Aussagen („frei von“, „ohne“, „0 %“) Inhaltsstoffe diskriminieren, die rechtmäßig im Verkehr sind. So könnte der Eindruck entstehen,
    dass diese Inhaltsstoffe sowie Konkurrenzprodukte, die diese Stoffe enthalten, gefährlich oder schädlich sind. Fakt ist aber, dass diese Inhaltsstoffe alle als sicher für die menschliche Gesundheit gelten und zugelassen sind. Ab dem 01.07.2019 werden die Behörden verstärkt auf die Umsetzung dieser Leitlinie im Markt achten.

    An unseren Inhaltsstoffen ändert sich nichts!

    Trotzdem kann man natürlich freiwillig auf diese Stoffe verzichten. Wir von CD würden daher auch weiterhin gerne deutlich sagen, dass wir diese Stoffe freiwillig nicht verwenden und unseren Verwendern die Orientierung erleichtern.
    (Warum wir auf sie verzichten, könnt ihr übrigens in unseren Häufigen Fragen – Frage 5 nachlesen.)

    Durch die neue Rechtslage ist aber zu erwarten, dass die Behörden ab dem Sommer verstärkt auf die entsprechenden „ohne“-Auslobungen achten und diese beanstanden werden.

    Wir haben uns deshalb entschieden, zukünftig auf viele „frei-von (0 %)“-Aussagen zu verzichten, um nicht mit den Aufsichtsbehörden in Konflikt zu geraten. Deshalb sieht unser CD Reinheitsgebot®-Logo neuerdings so aus:

    CD Reinheitsgebot Trademark

    Was bedeutet „Nur ausgewählte Inhaltsstoffe?“

    Mit dem Satz „nur ausgewählte Inhaltsstoffe“ drücken wir auf eine andere Weise aus, dass wir die Bedürfnisse unserer Verwender nach besonders bewährten und erlesenen Inhaltsstoffen erfüllen wollen und uns bei der Produktentwicklung viele Gedanken machen, diese Inhaltsstoffe bestmöglich zu kombinieren. Naturnahe Pflege und milde Formulierungen, die mit pflanzlichen Inhaltsstoffen angereichert sind, bilden die Grundwerte von CD. Unser Motto „An meine Haut lasse ich nur Wasser und CD“ und das CD Reinheitsgebot® sollen unseren Verwendern unsere Markenphilosophie auf einprägsame Art und Weise näherbringen.

    Warum wird im neuen Logo des CD Reinheitsgebots® dann immer noch gesagt, dass das Produkt „ohne synthetische Farbstoffe“ bzw. „ohne tierische Inhaltsstoffe“ auskommt? Das sind doch 0 %-Aussagen?“

    Gemäß der neu veröffentlichten Leitlinie sind 0 %-Aussagen zu gewissen Stoffgruppen auch weiterhin möglich: Dazu gehören synthetische Farbstoffe und tierische Inhaltsstoffe.

    Ohne tierische Inhaltsstoffe
    Immer mehr Verbraucher möchten aus ethischen Gründen bei Lebensmitteln und Körperpflegeprodukten auf tierische Inhaltsstoffe verzichten. Da am Namen des Inhaltsstoffs nicht immer zu erkennen ist, ob er tierischen Ursprungs ist, darf „0 % tierische Inhaltsstoffe“ weiterhin gesagt werden. CD-Produkte mit dem CD Reinheitsgebot® sind zusätzlich vegan zertifiziert und mit der bekannten Blume der Vegan Society gekennzeichnet, um die Orientierung für die Verbraucher noch weiter zu erleichtern.

    Ohne synthetische Farbstoffe
    Synthetische Farbstoffe dienen lediglich dem optischen Erscheinungsbild eines Pflegeprodukts. Oft ist am Inhaltsstoffnamen nicht zu erkennen, ob der Farbstoff synthetisch oder natürlicher Herkunft ist. Ebenfalls ist es für den Verbraucher häufig nicht erkennbar, ob eine Formulierung, die eingefärbt wirkt, tatsächlich synthetische Farbstoffe enthält, oder ob andere Inhaltsstoffe für die Färbung verantwortlich sind. Daher ist die Aussage „frei von (synthetischen) Farbstoffen“ weiterhin gestattet. Ist ein CD-Produkt mit dem CD Reinheitsgebot® leicht gefärbt, ist dies ausschließlich auf natürliche Inhaltsstoffe zurückzuführen, z. B. Caramel in der „Handwaschlotion“ oder Rote-Beete-Saft im CD-Produkt „Schäumendes Badesalz Reine Liebe“.

    Warum ist es noch erlaubt zu sagen, dass keine Aluminiumsalze in CD-Deos sind?

    Die Aussage „ohne Aluminiumsalze“ dient insbesondere der Information zum Produkttyp und verdeutlicht den wichtigen Unterschied zwischen einem Deo und einem Antitranspirant: Ein Deo wirkt geruchsmindernd, ein Antitranspirant schweißhemmend. Für letzteres sind Aluminiumsalze verantwortlich. Außerdem besteht zum Thema Aluminiumsalze ein extrem hohes Informationsbedürfnis auf Seiten der Bevölkerung. Selbst das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) rät dazu, speziell nach der Achselrasur keine aluminiumhaltigen Produkte zu verwenden. Es ist also für den Verbraucher sehr relevant zu wissen, ob ein Deo Aluminiumverbindungen enthält oder nicht.

    Fazit:
    Auch weiterhin verzichten wir freiwillig bei allen Produkten mit dem CD Reinheitsgebot® auf Mineralöle, Silikone, Parabene, synthetische Farbstoffe und tierische Inhaltsstoffe. Aufgrund der neuen Gesetzgebung können wir dies aber nicht mehr so deutlich auf unseren Verpackungen kennzeichnen.