Häufige Fragen

  1. Sind alle CD Produkte vegan?

    Alle CD-Produkte, die bereits das Reinheitsgebot-Siegel tragen, sind frei von tierischen Inhaltsstoffen und somit faktisch vegan.

    Man kann vegane Kosmetik daran erkennen, dass diese Produkte 0% tierische Inhaltsstoffe verwenden, was man entweder daran erkennt, dass es wie bei CD deutlich so auf der Vorderseite vermerkt wird oder aber, indem man die Inhaltsstoffliste auf der Rückseite (sogenannte INCI) genau durchliest. Das hat aber den Nachteil, dass man einige Rohstoffnamen gar nicht direkt als „tierisch“ erkennt, oder aber es Rohstoffe gibt, die sowohl tierischen wie auch pflanzlichen Ursprungs sein können, aber in der Inhaltsstoffliste den gleichen Namen tragen (z. B. Hyaluronsäure). Daher gehen immer mehr vegane Marken dazu über ihre Produkte bei der „Vegan Society of England“ zertifizieren zu lassen, damit sie die bekannte Veganblume auf ihren Produkten abdrucken können: http://www.vegansociety.com/

    Um unseren Verwendern noch mehr Orientierung zu geben, tragen alle CD Produkte mit Ausnahme der CD festen Seifen (mehr dazu unter Häufige Frage Nr. 5, Absatz 4) nun die bekannte Veganblume der „Vegan Society of England“.

  2. Ist Palmöl in CD Produkten enthalten?

    Reines Palmöl ist in keinem unserer Produkte enthalten. Allerdings werden in einigen unserer Produkte (vornehmlich Cremes und Lotionen) Derivate von Palmöl verwendet. Palmöl-Derivate sind Stoffe, die von Palmöl „abgeleitet“ werden, sprich: auf Grundlage von Palmöl oder Palmkernöl zu anderen Stoffen weiterverarbeitet werden. Beispielsweise werden aus Palmkernöl Glycerin und Fettsäuren gewonnen und zu Tensiden für die Schaumbildung oder Emulgatoren für die Cremigkeit eines Produktes verarbeitet. Eine gleichwertige Alternative zu Palmölderivaten aus natürlichen Stoffen gibt es derzeit nicht, sodass auch die Naturkosmetikmarken Palmöl-Derivate einsetzen.

    Wenn es um den Einsatz von reinem Palmöl geht, ist die Nutzung eines Öls aus ökologischem Anbau (für das kein Regenwald vernichtet wurde) ein Schritt in die richtige Richtung.

    Bei Derivaten bleibt jedoch insbesondere die Kritik an der mangelnden Transparenz und Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette, sodass Firmen, die das Palmöl nicht selbst herstellen, oft gar nicht wissen, ob und welches Palmöl für die Produktion verwendet und unter welchen Bedingungen es angebaut wurde.

    Eine Alternative zu Palmöl-Derivaten wären z. B. Produkte aus Erdöl, aber die passen nicht zur Philosophie von CD, da wir natürliche Ausgangsstoffe bevorzugen.

    Teilweise könnte man auch auf alternative natürliche Öle/Fette zurückgreifen, was die Preise der Produkte erheblich verteuern würde. Das können sich nur einige Naturkosmetikmarken leisten, deren Produkte in der Regel mindestens doppelt so teuer sind wie die von CD. Wir dagegen möchten für jedermann erschwinglich bleiben.

    Hinzu kommt, dass sich durch den Einsatz dieser Alternativen die Gebrauchseigenschaften der Produkte erheblich verändern können, was vom Verbraucher nicht gewünscht wird. Am Ende muss immer irgendein Rohstoff mit Öl oder Fett verwendet werden, damit die Produkte funktionsfähig bleiben – egal ob Naturkosmetik oder klassische Kosmetik. Wenn auf Palmöl verzichtet werden soll, dann muss ein Ersatzstoff gefunden werden, der auch irgendwo angebaut werden muss. Und um die gleiche Menge Öl aus anderen Pflanzen (Raps, Kokos und Sonnenblumen) herzustellen, braucht es verglichen mit Ölpalmen eine deutlich größere Anbaufläche. Laut WWF bräuchte es zusätzliche 1,4 Millionen Hektar Anbaufläche, wodurch sich die Treibhausgasemissionen noch erhöhen und die Tier- und Pflanzenwelt noch stärker gefährdet würden im Vergleich mit zur jetzigen Situation und Fläche.

    Die insgesamt verwendete Menge an benötigtem Öl/Fett würde ungefähr gleich bleiben – auch, wenn man auf Alternativen umsteigt.

    Anders ausgedrückt: Wenn alle auf Palmöl verzichteten und auf Alternativen umstiegen, dann würde dieser Alternativstoff ganz schnell vermehrt nachgefragt; es käme auch hier zu Monokulturen und Raubbau, und am Ende wäre das aktuelle Palmöl-Problem nur auf eine andere Stoffgruppe verlagert. Durch die größeren Anbauflächen für Alternativ-Öle würde sich das Problem nach Angaben des WWF sogar verschlimmern.

    Es kommt also gar nicht so sehr darauf an, WAS verwendet wird, sondern darauf, dass die Rohstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis zum Einsatz kommen.

    Dazu muss man wissen, dass die Kosmetikindustrie nur einen geringen Teil des weltweiten Palmölverbrauchs verursacht. Das ist vorrangig deswegen so, weil meistens eben nur Palmöl-Derivate zum Einsatz kommen und daher der tatsächliche Verbrauch in Tonnen bei der Herstellung von Körperpflegemitteln recht überschaubar bleibt. Ein großer Teil des Palmölbedarfs fließt in die Nahrungsmittelindustrie, wo Palmöl häufig „pur“ eingesetzt wird – und damit in viel höheren Dosen.

    Gemäß der WWF-Studie Auf der Ölspur verbraucht Deutschland 1,8 Millionen Tonnen Palmöl pro Jahr. Die Bio-Energie mit 41 %, gefolgt von der Lebensmittelindustrie (40 %), führen den Verbrauch von Palmöl und Palmkernöl in Deutschland an. Hierzulande entfällt mit 17 % ein vergleichsweise geringer Anteil des importierten Palmöls auf industriell hergestellte Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik, Chemieprodukte und Pharmazeutika.

    Und selbst in der Lebensmittelindustrie verteufeln wir den Einsatz von Palmöl nicht generell. Es müssen aber NEBEN Palmöl auch andere Stoffe zum Einsatz kommen, damit es eine Vielzahl von Anbau-Methoden für unterschiedliche Stoffe in unterschiedlichen Regionen geben kann. So werden Monokulturen verhindert.

    Ein Total-Boykott von Palmöl ist daher aus unserer Sicht kontraproduktiv, da die Problematik dann nur auf andere Stoffgruppen verlagert würde.

    Es kommt auf den gesunden Mix an, und daher verwenden wir bei CD neben Palmöl-Derivaten zahlreiche Alternativen im Mix wie pflanzliches Glycerin, Sonnenblumenöl und Avocado-Öl. Der gesunde Mix gilt natürlich auch für unsere Ernährung. Durch die Verwendung frischer statt weiterverarbeiteter Lebensmittel können wir alle zu einer geringeren Nachfrage nach Palmöl beitragen. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung fördert gleichzeitig auch schöne Haut.

  3. Welche Tenside enthalten CD Haar Naturkraft Shampoos?

    Unter Tensiden versteht man sogenannte waschaktive Substanzen, die in z. B. Duschgelen und Shampoos dafür sorgen, dass das Pflegeprodukt schäumt und dabei im Zusammenspiel mit Wasser Schmutzpartikel löst und diese aus- bzw. abwäscht.

    Tenside haben also hauptsächlich zwei Funktionen: Reinigen und Schäumen.

    Das wohl am weitesten verbreitete Tensid heißt Natriumlaurylethersulfat, kurz SLES (Sodium Laureth Sulfate), das besonders gut und kräftig schäumt. SLES ist nachweislich gut verträglich, aber sicherlich gibt es innerhalb der Familie der Tenside noch mildere Tenside, die sogar bei empfindlicher Haut sehr gut verträglich sind – dafür aber eben weniger schäumen. Solch ein speziell mildes Tensid ist z.B. Cocamidopropyl Betaine, kurz CAPB.

    Das Besondere am Tensidsystem der CD Shampoos liegt darin, dass CD eine ausgewogene Kombination aus beiden Tensidarten in die CD Shampoo-Rezepturen eingearbeitet hat. Wir setzen nur so viel Sodium Laureth Sulfate (SLES) ein wie nötig, um eine gute Reinigungsleistung mit sehr schönem, voluminösem Schaum zu erhalten. Den notwendigen Restgehalt an waschaktivem Tensid für eine perfekte Reinigung füllen wir dann auf mit dem milden CAPB, das gut reinigt, aber wenig und dafür sehr cremig schäumt. Das ist aber nicht schlimm, weil den voluminösen Schaum ja bereits das SLES macht.

    Im Zusammenspiel beider Tenside erreichen wir also eine sehr kosmetische Schaumbildung mit zuverlässiger Reinigungsleistung bei gleichzeitig sehr guter Verträglichkeit. Oder anders ausgedrückt: Die CD Shampoos bieten so viel Schaum- und Reinigungsleistung wie nötig und gleichzeitig so viel Verträglichkeit wie möglich – selbst bei empfindlicher Kopfhaut.

  4. Sind alle Rezepturen von CD im Zuge des CD Reinheitsgebots® überarbeitet worden?

    CD ist seit über 50 Jahren bekannt für seine hautfreundlichen Rezepturen im Sinne des Mottos „An meine Haut lasse ich nur Wasser und CD“. Einige der erfolgreichsten Produkte von CD entsprechen daher schon immer zu 100 % dem CD Reinheitsgebot®. Dazu gehören unter anderem die Deos der Serie Wasserlilie. Das Erfolgsrezept dieser „Anker-Produkte“ haben wir zum Vorbild genommen, um es auf die gesamte Marke zu übertragen. Im Zuge dieser Überarbeitung mussten bei etwa einem Viertel des Sortimentes leichte Änderungen vorgenommen werden, die sich in der Regel auf den Austausch von ein bis zwei Stoffen beschränkten. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Produktleistung für den Konsumenten mindestens genauso gut bleibt wie vorher. Bei der CD Körperlotion haben wir eine komplette Neurezeptur vorgenommen.

  5. Warum verzichten wir auf einige Rohstoffe, und warum setzen wir einige andere trotzdem ein?

    (1) Silikone
    CD verzichtet auf Silikone, weil diese nicht zum CD Reinheitsgebot® und unserem Slogan „An meine Haut lasse ich nur Wasser und CD“ passen. Silikone sorgen zwar für ein samtiges und seidiges Hautgefühl, aber sie haben auch gewisse Nachteile: Sie bilden einen wasserabweisenden Film auf der Haut und enthalten keine Pflegestoffe. Man könnte auch sagen, dass sie nur das oberflächliche Gefühl von Pflege vermitteln, aber der Haut nicht tatsächlich nährende Stoffe zuführen. Silikone schaden der Haut zwar nicht – aber sie nähren sie auch nicht.

    Zudem sind Silikone nicht sehr umweltfreundlich, da sie sich in Abwässern und Kläranlagen anreichern. Das seidige und samtige Hautgefühl kann auch auf anderem Wege erreicht werden, und so verwendet CD natürliche Öle und deren Derivate.

    (2) Mineralöle
    Mineralöle bilden ähnlich wie Silikone einen sogenannten okklusiven, also porenverschließenden Film auf der Haut und lassen ihr damit weniger Möglichkeit zum Atmen. Sie werden häufig in medizinischen Salben eingesetzt, um die Haut zu schützen und ihr zu helfen, sich selbst zu regenerieren. Mineralöle können auch leicht zu einem klebrigen Hautgefühl führen. Der Haut Feuchtigkeit zu spenden und ihr gleichzeitig Raum zum Atmen zu lassen, erzielt CD durch den Einsatz natürlicher Öle und pflanzlichen Glycerins. Daher kann CD auf die Verwendung von Mineralölen verzichten.

    (3) Synthetische Farbstoffe
    Synthetische Farbstoffe werden zum Einfärben von Produkten eingesetzt, um diese besser voneinander unterscheiden zu können und deren Konzepte zu unterstützen. Farbstoffe können allerdings in Einzelfällen auch Allergien auslösen und sie besitzen keine pflegende Funktion in einer Rezeptur, sondern dienen nur der Optik. Aus diesem Grund verzichtet CD auf synthetische Farbstoffe. Zur Unterscheidung der einzelnen Produktvarianten setzt CD vielmehr auf die visuelle Gestaltung der Etiketten. In einigen Produkten entsteht zudem ein farblicher Eindruck, welcher entweder durch die Eigenfarbe natürlicher Inhaltsstoffe (z. B. natürliche Pflanzenextrakte) oder durch natürliche Lebensmittelfarben wie beispielsweise Karamell gegeben ist.

    (4) Tierische Inhaltsstoffe

    CD verzichtet bewusst auf tierische Inhaltsstoffe und setzt ganz auf die Vielfalt und Kraft pflanzlich basierter Produkte. Fast alle CD Produkte sind vegan zertifiziert und mit der bekannten Veganblume  der Vegan Society ausgezeichnet. Einzige Ausnahme bilden derzeit die festen Seifen. Der Grund, warum hier weiterhin tierische Rohstoffe (Sodium Tallowate, talgbasierte Rohstoffe) eingesetzt werden, ist, dass sich transparente Seifen in der bewährten Qualität der jetzigen CD Seifen mit pflanzlichen Rohstoffen noch nicht herstellen lassen und CD bei der Qualität keine Kompromisse eingehen will. Darüber hinaus ist die Seife das erste Produkt von CD, deren Stammverwender in zahlreichen Markforschungsstudien keine Veränderung der Rezeptur fordern und den Seifen gegenüber sehr loyal sind. Daher möchte CD hier die Umstellung erst vornehmen, wenn sich mit pflanzlichen Inhaltsstoffen genauso gute Ergebnisse erzielen lassen. CD ist derzeit auf der Suche nach Möglichkeiten, die Seifen mit rein pflanzlichen Inhaltsstoffen herzustellen. Wichtig: Es werden für die Herstellung des Seifengrundstoffs keine Tiere getötet, sondern lediglich nicht verwertbare Rohstoffe aus der Lebensmittelindustrie verwendet. Letztere fallen ohnehin an und werden somit einer sinnvollen, nachhaltigen Verwendung zugeführt.

    (5) PEGs und PEG-Derivate wie „Sodium Laureth Sulfate“

    Seit der Einführung des CD Reinheitsgebots® hat CD sich vorgenommen, auf PEGs und PEG-Derivate so weit wie möglich zu verzichten, weil immer mehr Verbraucher aktiv danach fragen, obwohl diese Stoffe vom Gesetzgeber als sicher und unbedenklich eingestuft werden. Eben weil diese Stoffe als sicher gelten, sind sie auch sehr weit verbreitet in der Kosmetikindustrie, was nicht heißt, dass man es nicht trotzdem anders machen kann, wenn der Verbraucher es so möchte. Wir sind daher sehr stolz darauf, dass CD seit 2015 komplett PEG-frei ist und keine direkten PEG-Verbindungen mehr enthält. Die Inhaltsstofflisten der CD Produkte weisen daher auch keine Rohstoffe mehr auf, die die drei Buchstaben „PEG-“ im Namen tragen. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass Produkte anderer Marken, die PEGs nach wie vor enthalten, nicht schlecht sind und natürlich auch als sicher gelten im Sinne des Gesetzgebers. Wir möchten mit CD lediglich eine Alternative zur Masse bieten und der Verbraucher kann dann selber entscheiden, ob er „mit“ oder „ohne“ bevorzugt.

    Wir könnten natürlich noch viel strengere Kriterien an unsere Rezepturen legen und z. B. auch auf jegliche Derivate wie z. B. „Sodium Laureth Sulfate“ (Tensid = waschaktive Substanz) verzichten, so wie es die zertifizierte Naturkosmetik macht. Dann würden unsere Produkte aber zwangsläufig wesentlich teurer werden, denn die Ersatzstoffe kosten einfach mehr. Außerdem schäumen diese Ersatzstoffe deutlich geringer/anders, wodurch z. B. die CD Dusche „Wasserlilie“ ein völlig anderes Produkterlebnis vermitteln würde als bisher, was definitiv viele unser Stammverwender, die das Duschgel schon seit über 20 Jahren verwenden, enttäuschen würde.

    Generell lautet unser Motto: wir sind vielleicht nur „gut“ und definitiv nicht perfekt, aber dafür kann es sich die große Mehrheit der Bevölkerung auch leisten, CD zu kaufen. Wenn wir tatsächlich überall perfekt (sehr gut) würden – und damit mindestens doppelt so teuer wie bisher – dann wären wir zwar perfekt, aber es könnten sich wesentlich weniger Leute unsere Produkte leisten. Wir finden es unterm Strich nachhaltiger, wenn viele Leute es sich leisten können, gute Produkte zu verwenden, als wenn nur eine kleine Elite sich perfekte Produkte leistet, während die große Masse weiter macht wie bisher. Anders ausgedrückt: besser „viel gut“ als „ein bisschen sehr gut“.

    Natürlich verstehen wir es, wenn es Menschen gibt, die sich mit solch einem Kompromiss nicht zufriedengeben und möglichst perfekte Produkte möchten –  für diese Leute gibt es die zertifizierte Naturkosmetik. Es ist aber gar nicht unser Ansatz, in Konkurrenz zur echten Naturkosmetik (ca. 10 % des Marktes) zu treten, sondern vielmehr, eine bessere Alternative zu bieten zum großen Markt der ganz konventionellen Körperpflege (ca. 80 % des Marktes), noch sehr viele (als sicher eingestufte) Inhaltsstoffe verwendet, auf die CD trotzdem schon seit Jahren freiwillig verzichtet, weil auch die Naturkosmetik es so tut. Wir definieren uns bei CD als „naturnahe Körperpflege“ und sehen uns damit als „Brücke“ zwischen der konventionellen Massenkosmetik und der zertifizierten Naturkosmetik. Das heißt: soweit (wirtschaftlich) möglich, verzichten wir freiwillig auf viele Zusatzstoffe, die die Naturkosmetik ebenfalls ausschließt, aber ein paar Kompromisse gehen wir bewusst ein, damit wir weiterhin für jedermann erschwinglich bleiben.

    So ist es auch bei der PEG-Frage: CD setzt keine direkten PEGs mehr ein. Direkte PEGs sind in der Inhaltsstoffliste (INCI) direkt zu erkennen an den drei Buchstaben PEG (z. B. PEG-100 Stearate). Darüber hinaus gibt es weitergehende Diskussionen, ob man die Definition der PEGs noch weiter greifen soll, und auch Vorstufen von PEGs oder deren Derivate in diese Diskussion mit aufgreift. Das ist dann Definitionssache. Wir erachten nur die PEGs als direkte/echte PEGs, die auch die drei Buchstaben im Namen tragen, und verzichten auf diese. Damit sind wir der konventionellen Massenkosmetik bereits einen großen Schritt voraus. Wenn man die Definition nun unbedingt strenger auslegen möchte, dann muss man auch auf sämtliche Vorstufen und Derivate verzichten (auch, wenn diese gar nicht unbedingt die gleichen häufig diskutierten Eigenschaften haben wie die echten PEGs). Das oben erwähnte „Sodium Laureth Sulfate“ zählt z. B. auch zu dieser Stoffgruppe. Würden wir auch darauf verzichten, dann stellt sich – wie gesagt – wieder die Frage des Preises und wie viele sich diesen noch leisten können oder wollen.

    Alles in allem wird diese Vorgehensweise vielleicht nicht alle Verbraucher befriedigen, aber vielleicht versteht ihr nun ein wenig besser, warum wir gewisse Dinge tun. Als kleines, mittelständiges Unternehmen versuchen wir den großen Marken dieser Welt etwas entgegen zu setzen, um möglichst vielen Menschen eine zwar nicht perfekte, aber zumindest bessere Alternative zum konventionellen Markt bieten zu können.

    (6) Parabene
    Unter dem Sammelbegriff der Parabene wird eine Vielzahl chemischer Stoffe zusammengefasst, die eine antimikrobielle fungizide Wirkung besitzen. Sie werden häufig zur Konservierung von Kosmetika, also zum Schutz des Produktes vor dem Verderb durch eingeschleppte Keime, eingesetzt. Es gibt verschiedene, teilweise sehr konträre, Sichtweisen zu Parabenen – je nachdem, ob man sich mit Rohstofflieferanten, Behörden oder Verbraucherverbänden unterhält. Hierbei geht es in erster Linie um vier verschiedene Parabene. Zwei davon sind abschließend und zwei weitere vorläufig vom Scientific Committee on Consumer Safety (SCCS) und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bewertet und als sicher für den Verbraucher eingestuft worden. Allerdings verlangen trotzdem immer mehr Verbraucher, dass auf Parabene verzichtet wird, weil Parabene auch in der Naturkosmetik nicht eingesetzt werden. Auch die Gesetzgebung in einigen europäischen Nachbarländern hat sich dieses Themas angenommen, und so sind beispielsweise in Dänemark seit 2011 Parabene in Babypflegeprodukten verboten. CD verzichtet deshalb freiwillig seit 2012 als eine der ersten naturnahen Marken am Markt komplett auf Parabene, obwohl diese als sicher eingestuft wurden.

    (7) Duftstoffe
    Im Gegensatz zu einigen zertifizierten Naturkosmetikmarken setzt CD als naturnahe Alternative bewusst dezente Duftstoffe in Produkten ein. In zahlreichen Markforschungsstudien wird deutlich, dass gerade der Duft von zentraler Wichtigkeit für die CD Verwender ist und diese nicht darauf verzichten wollen, sich damit zu verwöhnen. Nicht zuletzt beeinflussen Gerüche unser Wohlbefinden stärker, als wir denken, und nicht umsonst sprechen Experten von der “Macht der Düfte”. Wird ein Aroma eingeatmet, so löst es im sogenannten limbischen System eine Reaktion aus. Stimuliert ein Duft das Gehirn, so sorgt das vegetative Nervensystem für eine Hormonausschüttung, die sich auf die Stimmung auswirkt. Praktisch heißt das: Wenn wir die richtigen Aromen auswählen, können wir damit unsere Gefühle positiv beeinflussen. Orangenduft zum Beispiel wird von den meisten Menschen als positiv empfunden und ist deshalb in unseren CD Glücksgefühl Deos enthalten. Was für Düfte wir als angenehm empfinden, ist jedoch meist sehr subjektiv, und jeder Mensch hat seine persönlichen Lieblingsdüfte. CD ist von jeher dafür bekannt, dass die Düfte, wie alle anderen Inhaltsstoffe auch, sehr bewusst ausgewählt werden. Daher sind die Düfte von CD im Vergleich zum Markt grundsätzlich sehr dezent vom olfaktorischen Standpunkt aus gesehen und niemals höher konzentriert als eigentlich notwendig. So wird ein Maximum an Verwöhnung bei gleichzeitig guter Verträglichkeit gewährleistet.

  6. Warum ist das CD Reinheitsgebot® nicht zertifiziert (z. B. BDIH)?

    Umfangreiche Marktforschungsstudien zeigen, dass ein Großteil der deutschen Konsumenten die Zertifizierungen nicht kennt, sondern vielmehr eine eingeschränkte Minderheit naturkosmetikaffiner Verbraucher, die in diesem Bereich sehr versiert ist.

    CD war aber stets eine demokratische, für die Mehrheit der Bevölkerung konzipierte Marke und möchte es auch bleiben. Aus diesem Grund hat sich CD entschlossen, keine Fachsiegel zu verwenden, deren Bedeutung man nur mit speziellem Wissen im Bereich der Naturkosmetik kennt. Oftmals verwirren derartige Siegel sogar mehr, als dass sie Orientierung bieten.

    Dementsprechend wurde gezielt der Begriff Reinheitsgebot gewählt, da dessen Bedeutung auch ohne Fachkenntnis verstanden wird: bewusst ausgewählte Inhaltsstoffe und das bewusste Nicht-Einsetzen bestimmter Inhaltsstoffe in Verbindung mit dem Thema Wasser, welches als Grundlage von Reinigung und Pflege zu sehen ist.

    Die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage mit 1000 Menschen im Alter zwischen 14 und 69 Jahren aus dem Mai 2014 (Quelle: ICADA Fachtagung 25.06.2014) bestätigen dies. Hier einige Fakten:

    • Nur 11 % der Bevölkerung sagen, dass ihnen klar ist, was die gängigen Siegel bedeuten
    • Selbst für das BDIH-Siegel als bekanntestes Naturkosmetik-Siegel gilt:
      • nur 35 % kennen es vom Namen her,
      • nur 7 % wissen, was genau dahinter steckt,
      • nur 5 % der Bevölkerung finden es glaubwürdig und berücksichtigen es beim Einkauf von Körperpflege

    Insgesamt achten nur 13 % auf Naturkosmetik-Siegel (BDIH und andere wie Ecocert, Natrue etc.)

    • Im Gegensatz dazu achten
      • 47 % beim Kauf von Körperpflege auf die Inhaltsstoffe
      • 38 % auf die Wertung der Stiftung Warentest und
      • 21 % auf Öko-Test

    Diese Zahlen wären definitiv höher, wenn man die Umfrage nur unter weiblichen Käufern von Körperpflege machen würde. Die aktuelle Umfrage zielte auf die Gesamtbevölkerung ab.
    Da es Verbrauchern also mehr um Informationen zu konkreten Inhaltsstoffen als um Siegel geht, sind wir überzeugt, dass wir ihnen mit unserem Reinheitsgebot eine gute Orientierung geben können.

    Nicht zuletzt ist zu erwähnen, dass die aktuelle Lage in Deutschland hinsichtlich der Bedeutung der verschiedenen Siegelvarianten wie etwa BDIH oder Ecocert sehr uneinheitlich und unübersichtlich ist. Sollte sich in der Zukunft eine klare und eindeutigere Zertifizierungsregelung entwickeln, werden auch wir unseren Umgang damit überdenken.

  7. Welche Haltung vertritt CD zum Thema Aluminium-Chlorohydrate (ACH) in Deos?

    Aluminium-Verbindungen in Körperpflegeprodukten sind in letzter Zeit sehr häufig diskutiert, da sie aktuell immer wieder mit möglichen Gesundheitsschäden wie einem erhöhten Brustkrebsrisiko oder Alzheimer in Verbindung gebracht werden. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (dkfz) widerspricht diesen Vermutungen. Auch das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) entgegnet, dass es keinerlei Belege für oder gegen diese Thesen gibt, weil Langzeitstudien zur Penetration (Eindringen in den Körper durch die Haut) nicht vorliegen. Das BfR empfiehlt daher, besonders nach der Achselrasur vorsorglich auf die Anwendung von aluminiumhaltigen Deos zu verzichten. Es ist also nichts bewiesen, aber es herrscht sehr viel Verunsicherung. Das Thema Aluminium in Deos entwickelt sich gerade zu einer Glaubensfrage. Daher ist es unsere Meinung, dass jeder für sich selber entscheiden muss, womit er sich wohlfühlt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, verzichtet von Vornherein auf Produkte mit Aluminium, was faktisch immer mehr Leute auch tun.

    Da wir dieses stark wachsende Bedürfnis für aluminiumsalzfreie Produkte beim Konsumenten erkannt haben (unabhängig von der wissenschaftlichen Relevanz), haben wir uns dazu entschieden, dem Konsumenten eine Orientierungshilfe zu bieten. Unsere aluminiumsalzfreien CD Deos sind seit geraumer Zeit klar mit dem Hinweis „ohne Aluminiumsalze“ ausgezeichnet, damit diese im Drogerieregal direkt erkannt werden können.

    Alle Deos von CD sind frei von Aluminiumsalzen.

  8. Enthalten CD Produkte Mikroplastik?

    Nähern wir uns dieser Thematik, sollte zunächst zwischen festen Kunststoffpartikeln und Kunststoffen in gelöster (flüssiger) Form unterschieden werden. In Berichten über dieses Thema wird das oftmals leider nicht gemacht.

    Feste Kunststoffpartikel unterscheiden sich von flüssigen Kunststoffen sowohl in Größe und Form als auch in ihren physikalisch-chemischen Eigenschaften. Außerdem unterscheiden sie sich darin, inwieweit deren Auswirkungen auf die Umwelt und Gesundheit nachweisbar sind.

    Eine Verallgemeinerung, die beide Bereiche „in einen Topf wirft“, ist somit nicht gerechtfertigt.

    Feste Partikel wurden in der Vergangenheit tatsächlich in zahlreichen kosmetischen Mitteln eingesetzt. Mittlerweile sind aufgrund des freiwilligen Verzichts der Kosmetikindustrie auf Plastikpartikel in Peeling-Produkten, deren Einsatzmengen um 97 % gesunken. So wurden sie z. B. in Produkten zur Körper- oder Gesichtsreinigung eingesetzt, wenn das Produkt einen speziellen Peeling-Effekt aufweisen sollte (Gesichts-Peelings, Zahncremes, etc.). Bei CD Körperpflege kamen solche festen Partikel übrigens nie zum Einsatz. Mikrokunststoffpartikel aus kosmetischen Mitteln, die ins Abwasser gelangen, werden in Kläranlagen nicht immer ausgefiltert. Nur Kläranlagen mit sogenannter Schlussfiltration (Tuchfilter) können diese Partikel nahezu rückstandslos entfernen. Mikropartikel sind zudem potenzielle Magnete für andere chemische Schadstoffe, die sich im Wasser befinden. Einzelne Mikropartikel können also wie Schwämme wirken, die weitere Verunreinigungen anziehen.

    Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik hat im Juni 2018 die bis dato aktuellste und umfassendste Untersuchung von Mikroplastikquellen für Deutschland vorgelegt. Zitat aus der Studie: „Es wird deutlich, dass die häufig in den Medien sehr präsenten Quellen, aus Kosmetik und Textilwäsche, in unserer Auflistung bei weitem nicht die größten sind.“

    Das sind die Top 10 Mikroplastikquellen gemäß der Fraunhofer-Studie:

    Abrieb von Reifen (1) , Emissionen bei der Abfallentsorgung (2), Abrieb von Polymeren und Bitumen in Asphalt (3), Pelletverluste (4), Verwehungen von Sport- und Spielplätzen (5), Freisetzung auf Baustellen (6), Abrieb von Schuhsohlen (7), Abrieb von Kunststoffverpackungen (8) und Fahrbahnmarkierungen (9) sowie Faserabrieb bei der Textilwäsche (10).

    Festes Mikroplastik aus der Kosmetik landet in dem Ranking auf Platz 17. Die Mikroplastikdiskussion wurde durch die festen Kunststoffpartikel in Peeling-Produkten angestoßen. Nicht etwa, weil diese die mengenmäßigen Hauptverursacher sind, sondern vermutlich, weil sie von jedem verwendet werden und somit greifbar und emotional im Bewusstsein der Menschen sind.

    Neu hinzugekommen ist nun aber das Thema des sogenannten „flüssigen“ Mikroplastiks, z. B. Acrylsäure-Copolymer, welches als Filmbildner u. a. in Duschgelen eingesetzt wird. Laut Umweltbundesamt ist für jeden wasserlöslichen Kunststoff, anders als bei festen Partikeln, eine eigene Gefährdungsbeurteilung möglich. Für flüssiges Mikroplastik gibt es zurzeit weder eine gültige abschließende Definition oder Eingrenzung des Begriffs, noch gibt es wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse, dass diese Stoffart zur Belastung der Meere oder des Menschen beiträgt.

    Noch im Januar 2017 hat selbst das Magazin ÖKO-TEST flüssiges Mikroplastik in sogenannten abwaschbaren „Rinse-off“- Produkten, wie z. B. Seifen und Duschgelen, nicht abgewertet. Ungefähr seit Februar 2017 haben nun jedoch viele Umweltorganisationen ihre Meinung bezüglich flüssigem Mikroplastik zumindest in abwaschbaren Produkten geändert, ohne dass es dafür neue Erkenntnisse gibt, und werten diese Stoffe plötzlich ab – aus prophylaktischen Gründen: Solange die Sachlage nicht abschließend geklärt ist, sollten diese Stoffe vorsorglich nicht mehr eingesetzt werden. Und: Auch die Naturkosmetik setzt diese Stoffe nicht ein.

    Seit Ende 2018 wertet ÖKO-TEST nun auch flüssiges Mikroplastik in Produkten ab, die auf der Haut verbleiben („Leave-on-Produkte“). Dazu zählen etwa Cremes und Lotionen.

    Daher ist unsere Haltung zu diesem Thema, was unsere Produkte angeht, die folgende:

    CD verzichtet als naturnahe und vegane Marke bereits auf Inhaltsstoffe wie Silikone, Mineralöle, Farbstoffe, PEG’s und Parabene. Es ist unser Ziel, dass die von uns entwickelten und hergestellten Produkte so verbraucher- und umweltfreundlich wie möglich sind. Darum arbeiten wir kontinuierlich an der Verbesserung unserer Produkte. Hierfür verfolgen wir fortlaufend die Fortschritte in der Wissenschaft, aber auch die in der Öffentlichkeit geführten Diskussionen. CD Körperpflege hat nie festes Mikroplastik eingesetzt. Alle CD-Deos, die CD-Haarpflege „Naturkraft“-Serie und neue Körperreinigungsprodukte von CD, wie z. B. die Wohlfühl Cremedusche, sind mikroplastikfrei: Sie enthalten weder festes noch heute bekanntes flüssiges Mikroplastik. Allerdings gibt es einige wenige CD-Hautpflegeprodukte (Cremes), in denen noch flüssiges Plastik zu finden ist. Da der Ausgang der Diskussion um flüssiges Mikroplastik weiter ungeklärt ist, haben wir beschlossen, zukünftig auf alle synthetischen Polymere zu verzichten. Das ist eine sehr herausfordernde Aufgabe. Die wenigen CD-Produkte, die noch Mikroplastik enthalten und die nächsten Jahre im Sortiment verbleiben sollen, formulieren wir so um, dass sich deren Eigenschaften für unseren treuen Verwender möglichst nicht spürbar verändern. Bei der Sanddorn-Handcreme haben wir das bereits umgesetzt. Diese ist seit dem Winter 2018/2019 nun auch komplett mikroplastikfrei.

    Bis Ende 2019 ist es unser Ziel, dass CD Körperpflege dann schließlich als eine der wenigen naturnahen Marken, neben der Naturkosmetik, komplett frei von festem und flüssigem Mikroplastik ist.

    Um die weitere Vermüllung unserer Gewässer zu stoppen, unterstützen wir seit Jahren auch die Meeresschutzorganisation „One Earth – One Ocean e. V.“ (OEOO), welche dem Plastikmüll im Meer mithilfe einer mobilen und hochseetauglichen Müllabfuhr, der „Seekuh“, den Kampf ansagt.

    Mehr zum Thema erfahrt ihr im Artikel „Mikroplastik, alles was man wissen sollte“ und „Seekuh-Serie“ auf unserer Website CD das reine Leben.

  9. Warum heißt es „CD engagiert sich gegen Tierversuche“ und nicht „ganz ohne Tierversuche“?

    Seit 1998 verzichtet die deutsche Kosmetikindustrie freiwillig auf Tierversuche für kosmetische Fertigprodukte. Seit September 2004 sind diese sogar EU-weit verboten. Dieses Gesetz verhinderte allerdings nur, dass Fertigprodukte nicht mehr an Tieren getestet werden dürfen. Es schloss hingegen nicht aus, dass einzelne Rohstoffe immer noch bei Tierversuchen auf ihre Sicherheit geprüft werden.
    Da alle Inhaltsstoffe, ob natürlichen oder synthetischen Ursprungs, nach den chemikalienrechtlichen Vorgaben abgesichert sein müssen, wurde jeder Stoff (auch Bio-Inhaltsstoffe!) irgendwann mindestens einmal im Tierversuch getestet. Solche Tests können teilweise Jahrzehnte zurückliegen. Daher kann von keinem Kosmetikprodukt (nicht einmal von zertifizierter Naturkosmetik, wie z. B. BDIH-zertifizierten Produkten) behauptet werden, dass es zu „100 % tierversuchsfrei“ ist. Marken und Produkte, die so etwas ausloben, sind nicht ganz ehrlich mit ihren Kunden. Im Gegensatz dazu möchten wir von CD offen und transparent mit dieser Tatsache umgehen. Denn wir können die Tests der Vergangenheit – auch, wenn wir diese gar nicht selber zu verantworten haben – nicht ungeschehen machen.

    Seit Inkrafttreten der neuen Kosmetikverordnung Mitte 2013 wurde auch das Testen einzelner Rohstoffe für Kosmetikprodukte verboten, wenn die Produkte in der EU vertrieben werden sollen. Deswegen ist es auch nicht (mehr) erlaubt, in der EU damit zu werben, dass ein Kosmetikprodukt nicht an Tieren getestet worden ist. Da dies ohnehin gesetzlich verboten ist, ist die Aussage „nicht an Tieren getestet“ irreführend und nicht mehr erlaubt. „Nicht an Tieren getestet“ zu sein, ist spätestens seit dem 11.7.2013 für Kosmetik eine Selbstverständlichkeit in der EU.
    Dem gegenüber steht allerdings das seit 2009 europaweit gültige Gesetz mit dem Namen „Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals“ (Abk.: REACH).

    REACH besagt, dass alle existenten und neuen Inhaltsstoffe auf ihre Sicherheit überprüft und ggf. getestet werden müssen – und einige dieser Tests müssen an Tieren durchgeführt werden, weil es keine anerkannten Ersatztestmethoden gibt. An dieser Stelle ist es wichtig zu wissen, dass nur wenige Rohstoffe ausschließlich in Kosmetikprodukten eingesetzt werden. Die verwendeten Rohstoffe kommen vielmehr auch bzw. überwiegend in anderen Bereichen wie Arzneimitteln, Lebensmitteln, Farben oder Wasch- und Reinigungsprodukten zum Einsatz. Die Verbraucher haben einen Anspruch darauf, dass diese Produkte sicher sind. Die hierzu notwendigen Tests sind durch die einschlägige Gesetzgebung (z. B. Chemikaliengesetz, REACH) geregelt, und einige dieser Sicherheitsprüfungen können bis heute nur im Tierversuch durchgeführt werden. Es besteht also ein Paradoxon innerhalb der EU-Gesetzgebung zwischen dem Willen, Tierversuche zu unterbinden, und der gleichzeitigen Forderung, REACH durchzusetzen.

    Die Haltung von CD zu diesem Thema: Der beste Beweis für die Sicherheit eines Stoffes ist, wenn er sich über einen langen Zeitraum hinweg als sicher erwiesen hat. Dies ist zum Beispiel bei der Avocado der Fall. Die Öle und Extrakte aus der Avocado-Frucht haben eine lange Geschichte, in der sie sich als unschädlich herausgestellt haben, sei es als Nahrungsmittel oder zur Hautpflege. Dementsprechend werden bei CD nur Rohstoffe verwendet, die sich über lange Zeit als sicher erwiesen haben. Aber aufgrund von REACH ist es auch hier nicht ausgeschlossen, dass selbst diese altbewährten Inhaltsstoffe mangels anerkannter alternativer Testverfahren an Tieren getestet wurden bzw. zukünftig nachträglich getestet werden müssen.

    An dieser Situation können wir nichts ändern, deswegen schaut CD lieber in die Zukunft und versucht – trotz der paradoxen EU-Gesetzgebung – die Situation für die Zukunft zu verbessern. Wir schreiben seit Jahren „CD engagiert sich gegen Tierversuche“ auf unsere Produktverpackungen, weil wir als Marke CD etwas gegen Tierversuche im Allgemeinen unternehmen.
    Dies wird auf folgende Weise erreicht:

    1. CD testet keine Fertigprodukte an Tieren und gibt auch keine Tests für einzelne Rohstoffe in Auftrag.
    2. CD setzt sich bereits seit 2011 für die Förderung und Erforschung von alternativen Testmethoden zu Tierversuchen ein. Aus diesem Grund unterstützt CD die SET (Stiftung zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen), um durch die Entwicklung von neuen Testmethoden neue Optionen für die Politik zu schaffen, die nicht nur CD zugutekommen, sondern der gesamten Industrie (u .a. Kosmetik, Körperpflege, Arzneimittel, Lebensmittel, Putz- und Reinigungsmittel). Auf diese Weise wird möglichst effektiv gegen Tierversuche gekämpft.

    Mehr Informationen über die Stiftung SET findest du unter www.stiftung-set.de.
    Noch mehr Inhalte zu Tierversuchen, SET und weiterführende Links zu Tierschutzorganisationen gibt es in der Rubrik Nachhaltigkeit unserer CD Markeninitiative unter www.cd-dasreineleben.de.

  10. Wie engagiert sich CD im Bereich Nachhaltigkeit?

    Das CD Reinheitsgebot® ist die Grundlage allen Handels bei CD. Durch den bewussten Verzicht auf bestimmte Inhaltsstoffe schont CD die Umwelt. So werden z. B. keine Silikone eingesetzt, die sich im Klärschlamm von Kläranlagen anreichern oder feste Kunststoffpartikel, die nur in speziellen Kläranlagen ausgefiltert werden können und wie Schwämme, weitere Verschmutzungen anziehen. Ziel von CD ist es, das Reinheitsgebot® über die Zeit hinweg noch stärker auszubauen.

    Darüber hinaus hat CD sich zum Ziel gesetzt, gemeinnützige Organisationen wie beispielsweise die SET bei der Forschung für alternative Testmethoden zu Tierversuchen zu unterstützen (siehe Frage 9.).

    Um den Bereich Nachhaltigkeit weiter voranzutreiben, haben wir von CD die Initiative “Das reine Leben“ gegründet. Hier möchten wir gemeinsam mit unseren Partnern Denkanstöße liefern in den Bereichen Entschleunigung, Nachhaltigkeit und soziales Engagement.

    Zum Beispiel unterstützt CD den Verein Viva con Agua de Sankt Pauli, der sich für Wasserprojekte der Welthungerhilfe einsetzt, um Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen und Hygieneeinrichtungen zu ermöglichen.

    Gemeinsam mit unserem Partner UN Women Nationales Komitee Deutschland e. V. setzen wir uns für die Stärkung von Frauen weltweit ein.

    Unsere „Echten Helden“ sind Menschen, die ihrer Überzeugung folgen. Es sind Beispiele, die Mut machen, auf seine Leidenschaften zu hören und dadurch die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Das aktuellste Projekt zeigt Günther Bonin, welcher gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein One Earth – One Ocean, dem Müll in den Meeren den Kampf ansagt.

    Mehr Informationen zu unserer CD Markeninitiative und aktuellen Nachhaltigkeitsprojekten findest du unter www.cd-dasreineleben.de.

  11. Warum gibt es ein neues Logo für das CD Reinheitsgebot®?

    Liebe CD Fans,

    seit einiger Zeit ist auf den Verpackungen von CD ein neues CD Reinheitsgebot®-Logo zu sehen:

    CD Reinheitsgebot Trademark

    Vorher sah es so aus:

    Reinheitsgebot

    Uns wird häufig die Frage gestellt, was es mit dieser Änderung auf sich hat. Warum sagen wir bei einigen Inhaltsstoffen nicht mehr explizit, ob sie enthalten sind? Werden diese Inhaltsstoffe jetzt wieder verwendet?

    Die Antwort ist: Nein. Auch weiterhin verzichtet CD bei allen Produkten mit dem CD Reinheitsgebot® bewusst auf Mineralöle, Silikone, Parabene, künstliche Farb- und tierische Inhaltsstoffe. Wir dürfen es nur nicht mehr so konkret auf unsere Verpackungen schreiben, weil sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen geändert haben.

    Neue Vorschriften des Gesetzgebers

    Die aktuelle Fassung der Kosmetikverordnung besagt, dass die betreffenden Inhaltststoffe (Parabene, Mineralöle, Silikone) alle gesetzlich zugelassen sind. Gemäß Art. 3 der VO (EG) 1223/2009 müssen alle kosmetischen Mittel sicher für die menschliche Gesundheit sein. Bis jetzt durften wir unsere Verwender aber auch explizit auf Inhaltsstoffe aufmerksam machen, die zwar erlaubt, in unseren Produkten aber nicht enthalten sind, weil sie nicht zu unserer Markenphilosophie passen.

    Am 28. Juli 2017 wurde jedoch ein EU Dokument (Technical document on cosmetic claims) veröffentlicht, das als neue Leitlinie zum konkreten Einsatz von Werbeaussagen gedacht ist Der Gesetzgeber fürchtet, dass gewisse Aussagen („frei von“, „ohne“, „0%“) Inhaltsstoffe diskriminieren, die rechtmäßig im Verkehr sind. So könnte der Eindruck entstehen,
    dass diese Inhaltsstoffe und Wettbewerbsprodukte, die diese Stoffe enthalten, gefährlich oder schädlich sind. Fakt ist aber, dass diese Inhaltsstoffe alle als sicher für die menschliche Gesundheit gelten und zugelassen sind. Ab dem 1.7.2019 werden die Behörden verstärkt auf die Umsetzung dieser Leitlinie im Markt achten.

    An unseren Inhaltsstoffen ändert sich nichts!

    Trotzdem kann man natürlich freiwillig auf diese Stoffe verzichten. Wir von CD würden daher auch weiterhin gerne deutlich sagen, dass wir diese Stoffe freiwillig nicht verwenden und unseren Verwendern die Orientierung erleichtern.
    (Warum wir auf sie verzichten, könnt ihr übrigens in unseren Häufigen Fragen – Frage 5 nachlesen.

    Durch die neue rechtliche Situation ist aber zu erwarten, dass die Behörden ab Sommer verstärkt auf die entsprechenden „ohne“-Auslobungen achten und diese beanstanden werden.

    Wir haben uns deshalb entschieden, zukünftig auf viele „frei-von (0%)“- Aussagen zu verzichten, um nicht mit den Aufsichtsbehörden in Konflikt zu geraten. Deshalb sieht unser CD Reinheitsgebot®-Logo neuerdings so aus:

    CD Reinheitsgebot Trademark

    Was bedeutet „Nur ausgewählte Inhaltsstoffe?“

    Mit dem Satz „nur ausgewählte Inhaltsstoffe“ drücken wir auf eine andere Weise aus, dass wir die Bedürfnisse unserer Verwender nach besonders bewährten und erlesenen Inhaltsstoffen erfüllen wollen und uns bei der Produktentwicklung viele Gedanken machen, diese Inhaltsstoffe bestmöglich zu kombinieren. Naturnahe Pflege und milde Formulierungen, die mit pflanzlichen Inhaltsstoffen angereichert sind, bilden die Grundwerte von CD. Unser Motto „An meine Haut lasse ich nur Wasser und CD“ und das CD Reinheitsgebot® sollen unseren Verwendern unsere Markenphilosophie auf einprägsame Art und Weise näherbringen.

    Warum wird im neuen Logo des CD Reinheitsgebots® dann immer noch gesagt, dass das Produkt „ohne synthetische Farbstoffe“ bzw. „ohne tierische Inhaltsstoffe“ auskommt? Das sind doch 0% – Aussagen?“

    Gemäß der neu veröffentlichten Leitlinie sind 0%-Aussagen zu gewissen Stoffgruppen auch weiterhin möglich: Dazu gehören synthetische Farbstoffe und tierische Inhaltsstoffe.

    Ohne tierische Inhaltsstoffe
    Immer mehr Verbraucher möchten aus ethischen Gründen bei ihren Lebensmitteln und Körperpflegeprodukten auf tierische Inhaltsstoffe verzichten. Da am Namen des Inhaltsstoffs nicht immer zu erkennen ist, ob er tierischen Ursprungs ist, darf „0% tierische Inhaltsstoffe“ weiterhin gesagt werden. CD Produkte mit dem CD Reinheitsgebot® sind zusätzlich vegan zertifiziert und mit der bekannten Blume der Vegan Society gekennzeichnet, um die Orientierung für die Verbraucher noch weiter zu erleichtern.

    Ohne synthetische Farbstoffe
    Synthetische Farbstoffe dienen lediglich der Optik eines Pflegeprodukts. Oft ist am Inhaltsstoffnamen nicht zu erkennen, ob der Farbstoff synthetisch oder natürlicher Herkunft ist. Ebenfalls ist es für den Verbraucher häufig nicht erkennbar, ob eine Formulierung, die eingefärbt wirkt, tatsächlich synthetische Farbstoffe enthält, oder andere Inhaltsstoffe für die Färbung verantwortlich sind. Daher ist die Aussage „frei von (synthetischen) Farbstoffen“ weiterhin gestattet. Ist ein CD Produkt mit dem CD Reinheitsgebot® leicht gefärbt, ist dies ausschließlich auf natürliche Inhaltsstoffe zurückzuführen, z. B. Caramel in der CD Handwaschlotion oder Rote-Beete-Saft in dem CD Schäumenden Badesalz Reine Liebe.

    Warum ist es noch erlaubt zu sagen, dass keine Aluminiumsalze in CD Deos sind?

    Die Aussage „ohne Aluminiumsalze“ dient insbesondere der Information zum Produkttyp und verdeutlicht den wichtigen Unterschied zwischen einem Deo und einem Antitranspirant: Ein Deo wirkt geruchsmindernd, ein Antitranspirant schweißhemmend. Für letzteres sind Aluminiumsalze verantwortlich. Außerdem besteht zum Thema Aluminiumsalze ein extrem hohes Informationsbedürfnis auf Seiten der Bevölkerung. Selbst das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) rät dazu, speziell nach der Achselrasur, keine aluminiumhaltigen Produkte zu verwenden. Es ist also für den Verbraucher sehr relevant zu wissen, ob ein Deo Aluminiumverbindungen enthält oder nicht.

    Fazit:
    Auch weiterhin verzichten wir freiwillig bei allen Produkten mit dem CD Reinheitsgebot® auf Mineralöle, Silikone, Parabene, synthetische Farbstoffe und tierische Inhaltsstoffe. Aufgrund der neuen Gesetzgebung können wir dies aber nicht mehr so deutlich auf unseren Verpackungen kennzeichnen.