Häufige Fragen

  1. Sind alle CD Produkte vegan?

    Alle CD-Produkte, die bereits das Reinheitsgebot-Siegel tragen, sind frei von tierischen Inhaltsstoffen und somit faktisch vegan.

    Man kann vegane Kosmetik daran erkennen, dass diese Produkte 0% tierische Inhaltsstoffe verwenden, was man entweder daran erkennt, dass es wie bei CD deutlich so auf der Vorderseite vermerkt wird oder aber, indem man die Inhaltsstoffliste auf der Rückseite (sogenannte INCI) genau durchliest. Das hat aber den Nachteil, dass man einige Rohstoffnamen gar nicht direkt als „tierisch“ erkennt, oder aber es Rohstoffe gibt, die sowohl tierischen wie auch pflanzlichen Ursprungs sein können, aber in der Inhaltsstoffliste den gleichen Namen tragen (z.B. Hyaluronsäure). Daher gehen immer mehr vegane Marken dazu über ihre Produkte bei der „Vegan Society of England“ zertifizieren zu lassen, damit sie die bekannte Veganblume auf ihren Produkten abdrucken können: http://www.vegansociety.com/

    Alle CD-Produkte, die bereits das Reinheitsgebot-Siegel tragen, sind frei von tierischen Inhaltsstoffen und somit faktisch vegan. Um unseren Verwendern noch mehr Orientierung zu geben, tragen alle CD Produkte mit Ausnahme der CD festen Seifen (mehr dazu unter Häufige Frage Nr. 4, Absatz 4) nun die bekannte Veganblume der „Vegan Society of England“.

     

  2. Ist Palmöl in CD Produkten enthalten?

    Reines Palmöl ist in keinem unserer Produkte enthalten. Allerdings werden in einigen unserer Produkte (vornehmlich Cremes und Lotionen) Derivate von Palmöl verwendet. Palmöl-Derivate sind Stoffe, die von Palmöl „abgeleitet“ werden, sprich: auf Grundlage von Palmöl zu andere Stoffen weiterverarbeitet werden. Eine Alternative zu Palmöl-Derivaten wären z.B. Produkte aus Erdöl, aber die passen nicht zur Philosophie von CD, da wir natürliche Ausgangsstoffe bevorzugen. Teilweise könnte man zwar auf alternative natürliche Öle/Fette zurückgreifen, aber das würde die Preise der Produkte erheblich verteuern. Das können sich einige teure Naturkosmetikmarken leisten. Diese sind in der Regel aber auch mindestens doppelt so teuer wie CD. Wir möchten aber für jedermann erschwinglich bleiben. Hinzu kommt, dass sich durch den Einsatz dieser Alternativen die Gebrauchseigenschaften der Produkte erheblich verändern können, was vom Verbraucher nicht gewünscht wird.

    Außerdem ist sehr wichtig zu verstehen, dass am Ende irgendein (Öl/Fett-) Rohstoff verwendet werden muss, damit die Produkte funktionsfähig bleiben – egal ob Naturkosmetik oder klassische Kosmetik. Wenn nicht Palmöl, dann muss trotzdem ein Ersatz-Stoff gefunden werden, der auch irgendwo angebaut werden muss. Die insgesamt verwendete Menge an benötigtem Öl/Fett würde also ungefähr gleich bleiben – auch, wenn man auf Alternativen umsteigt.

    Anders ausgedrückt: wenn alle auf Palmöl verzichteten und auf Alternativen umstiegen, dann würde ganz schnell dieser Alternativstoff vermehrt nachgefragt, und dann käme es auch hier zu Monokulturen und Raubbau und plötzlich wäre das aktuelle Palmöl-Problem nur verlagert auf eine andere Stoffgruppe. Es kommt also gar nicht so sehr darauf an WAS verwendet wird, sondern darauf, dass die Rohstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis zum Einsatz kommen. Dazu muss man wissen, dass die Kosmetik- und Reinigungsmittelindustrie nicht einmal 25% des weltweiten Palmölverbrauchs verursacht. Das ist vorrangig deswegen so, weil meistens eben nur Palmöl-Derivate zum Einsatz kommen, und daher der tatsächliche Verbrauch in Tonnen recht überschaubar bleibt bei der Herstellung von Körperpflegemitteln. Über 70% des Palmölbedarfs fließen in die Nahrungsmittelindustrie, wo Palmöl häufig „pur“ eingesetzt wird und damit in viel höheren Dosen. Und selbst hier in der Lebensmittelindustrie verteufeln wir den Einsatz von Palmöl nicht generell. Es müssen aber NEBEN Palmöl auch andere Stoffe zum Einsatz kommen, damit es eine Vielzahl von Anbau-Methoden für unterschiedliche Stoffe in unterschiedlichen Regionen geben kann. So werden Monokulturen verhindert. Ein Total-Boykott von Palmöl ist daher aus unserer Sicht kontraproduktiv, da die Problematik dann nur auf andere Stoffgruppen verlagert würde. Es kommt auf den gesunden Mix an und daher verwenden wir bei CD neben Palmöl-Derivaten zahlreiche Alternativen im Mix wie pflanzliches Glycerin, Sonnenblumenöl und Avocado-Öl.

  3. Sind alle Rezepturen von CD im Zuge des CD Reinheitsgebots® überarbeitet worden?

    CD ist seit über 50 Jahren bekannt für seine hautfreundlichen Rezepturen im Sinne des Mottos „An meine Haut lasse ich nur Wasser und CD”. Einige der erfolgreichsten Produkte von CD entsprechen daher schon immer zu 100% dem CD Reinheitsgebot®. Dazu gehören unter anderem die Deos der Serie Wasserlilie. Das Erfolgsrezept dieser „Anker-Produkte” haben wir zum Vorbild genommen, um es auf die gesamte Marke zu übertragen. Im Zuge dieser Überarbeitung mussten bei etwa einem Viertel des Sortimentes leichte Änderungen vorgenommen werden, die sich in der Regel auf den Austausch von ein bis zwei Stoffen beschränkten. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Produktleistung für den Konsumenten mindestens genauso gut bleibt wie vorher. Bei der CD Körperlotion haben wir eine komplette Neurezeptur vorgenommen.

  4. Warum verzichten wir auf einige Rohstoffe, und warum setzen wir einige andere trotzdem ein?

    (1) Silikone
    CD verzichtet auf Silikone, weil diese nicht zum CD Reinheitsgebot® und unserem Slogan „An meine Haut lasse ich nur Wasser und CD” passen. Silikone sorgen zwar für ein samtiges und seidiges Hautgefühl, aber sie haben auch gewisse Nachteile: Sie bilden einen wasserabweisenden Film auf der Haut und enthalten keine Pflegestoffe. Zudem sind Silikone nicht sehr umweltfreundlich, da sie sich in Abwässern und Kläranlagen anreichern. Das seidige und samtige Hautgefühl kann auch auf anderem Wege erreicht werden, und so verwendet CD natürliche Öle und deren Derivate.

    (2) Mineralöle
    Mineralöle bilden ähnlich wie Silikone einen sogenannten okklusiven, also porenverschließenden Film auf der Haut und lassen ihr damit weniger Möglichkeit zum Atmen. Sie werden häufig in medizinischen Salben eingesetzt, um die Haut zu schützen und ihr zu helfen, sich selbst zu regenerieren. Mineralöle können auch leicht zu einem klebrigen Hautgefühl führen. Der Haut Feuchtigkeit zu spenden und ihr gleichzeitig Raum zum Atmen zu lassen, erzielt CD durch den Einsatz natürlicher Öle und pflanzlichen Glycerins. Daher kann CD auf die Verwendung von Mineralölen verzichten.

    (3) Synthetische Farbstoffe
    Synthetische Farbstoffe werden zum Einfärben von Produkten eingesetzt, um diese besser voneinander unterscheiden zu können und deren Konzepte zu unterstützen. Farbstoffe können allerdings auch Allergien auslösen. Aus diesem Grund verzichtet CD auf synthetische Farbstoffe. Zur Unterscheidung der einzelnen Produktvarianten setzt CD vielmehr auf die visuelle Gestaltung der Etiketten. In einigen Produkten entsteht zudem ein farblicher Eindruck, welcher entweder durch die Eigenfarbe natürlicher Inhaltsstoffe (z.B. natürliche Pflanzenextrakte) oder durch natürliche Lebensmittelfarben wie beispielsweise Karamell gegeben ist.

    (4) Tierische Inhaltsstoffe

    CD verzichtet bewusst auf tierische Inhaltsstoffe und setzt ganz auf die Vielfalt und Kraft pflanzlich basierter Produkte. Fast alle CD Produkte sind vegan zertifiziert und mit der bekannten Veganblume  der Vegan Society ausgezeichnet. Einzige Ausnahme bilden derzeit die festen Seifen. Der Grund, warum hier weiterhin tierische Rohstoffe (Sodium Tallowate, talgbasierte Rohstoffe) eingesetzt werden, ist, dass sich transparente Seifen in der bewährten Qualität der jetzigen CD Seifen mit pflanzlichen Rohstoffen noch nicht herstellen lassen und CD bei der Qualität keine Kompromisse eingehen will. Darüber hinaus ist die Seife das erste Produkt von CD, deren Stammverwender in zahlreichen Markforschungsstudien keine Veränderung der Rezeptur fordern und den Seifen gegenüber sehr loyal sind. Daher möchte CD hier die Umstellung erst vornehmen, wenn sich mit pflanzlichen Inhaltsstoffen genauso gute Ergebnisse erzielen lassen. CD ist derzeit auf der Suche nach Möglichkeiten, die Seifen mit rein pflanzlichen Inhaltsstoffen herzustellen. Wichtig: Es werden für die Herstellung des Seifengrundstoffs keine Tiere getötet, sondern lediglich nicht verwertbare Rohstoffe aus der Lebensmittelindustrie verwendet. Letztere fallen ohnehin an und werden somit einer sinnvollen, nachhaltigen Verwendung zugeführt.

    (5) PEGs und PEG-Derivate wie „Sodium Laureth Sulfate“

    Seit der Einführung des CD Reinheitsgebots® hat CD sich vorgenommen, auf PEGs und PEG-Derivate so weit wie möglich zu verzichten, da diese teilweise im Verdacht stehen, eine irritierende und sensibilisierende Wirkung zu haben und die Haut „durchlässiger“ für Schadstoffe von außen machen. Wir sind sehr stolz darauf, dass CD seit 2015 komplett PEG-frei ist und keine direkten PEG-Verbindungen mehr enthält. Die Inhaltsstofflisten der CD Produkte weisen daher auch keine Rohstoffe mehr auf, die die drei Buchstaben „PEG-“ im Namen tragen.

    Wir könnten natürlich noch viel strengere Kriterien an unsere Rezepturen anlegen und z.B. auch auf jegliche Derivate wie z.B. “Sodium Laureth Sulfate” (Tensid = waschaktive Substanz) verzichten, so wie es die zertifizierte Naturkosmetik macht. Dann würden unsere Produkte aber zwangsläufig wesentlich teurer werden, denn die Ersatzstoffe sind deutlich teurer. Außerdem schäumen diese Ersatzstoffe deutlich geringer/anders, wodurch z.B. die CD Dusche “Wasserlilie” ein völlig anderes Produkterlebnis vermitteln würde als bisher, was definitiv viele unser Stammverwender, die das Duschgel schon seit über 20 Jahren verwenden, enttäuschen würde. Aktuell bewertet Ökotest unser Duschgel CD „Wasserlilie“ mit GUT.

    Generell lautet unser Motto: wir sind vielleicht nur “gut” und definitiv nicht perfekt, aber dafür kann es sich die große Mehrheit der Bevölkerung auch leisten, CD zu kaufen. Wenn wir tatsächlich überall perfekt (sehr gut) würden – und damit mindestens doppelt so teuer wie bisher – dann wären wir zwar perfekt, aber es könnten sich wesentlich weniger Leute unsere Produkte leisten. Wir finden es unterm Strich nachhaltiger, wenn viele Leute es sich leisten können, gute Produkte zu verwenden, als wenn nur eine kleine Elite sich perfekte Produkte leistet, während die große Masse weiter macht wie bisher. Anders ausgedrückt: besser “viel gut” als “ein bisschen sehr gut”.

    Natürlich verstehen wir es, wenn es Menschen gibt, die sich mit solch einem Kompromiss nicht zufrieden geben und möglichst perfekte Produkte möchten –  für diese Leute gibt es die zertifizierte Naturkosmetik. Es ist aber gar nicht unser Ansatz, in Konkurrenz zur echten Naturkosmetik (ca. 10% des Marktes) zu treten, sondern vielmehr, eine bessere Alternative zu bieten zum großen Markt der ganz konventionellen Körperpflege (ca. 80% des Marktes), die voller umstrittener Inhaltstoffe steckt. Wir definieren uns bei CD als “naturnahe Körperpflege” und sehen uns damit als “Brücke” zwischen der konventionellen Massenkosmetik und der zertifizierten Naturkosmetik. Das heißt: soweit (wirtschaftlich) möglich, verzichten wir auf umstrittene Stoffe, aber ein paar Kompromisse gehen wir bewusst ein, damit wir weiterhin für jedermann erschwinglich bleiben.

    So ist es auch bei der PEG-Frage: CD setzt keine direkten PEGs mehr ein. Direkte PEGs sind in der Inhaltsstoffliste (INCI) direkt zu erkennen an den drei Buchstaben PEG (z.B. PEG-100 Stearate). Darüber hinaus gibt es weitergehende Diskussionen, ob man die Definition der PEGs noch weiter greifen soll, und auch Vorstufen von PEGs oder deren Derivate in diese Diskussion mit aufgreift. Das ist dann Definitionssache. Wir erachten nur die PEGs als direkte/echte PEGs, die auch die drei Buchstaben im Namen tragen, und verzichten auf diese. Damit sind wir der konventionellen Massenkosmetik bereits einen großen Schritt voraus. Wenn man die Definition nun unbedingt strenger auslegen möchte, dann muss man auch auf sämtliche Vorstufen und Derivate verzichten (auch, wenn diese gar nicht unbedingt die gleichen umstrittenen Eigenschaften haben wie die echten PEGs). Das oben erwähnte “Sodium Laureth Sulfate” zählt z.B. auch zu dieser Stoffgruppe. Würden wir auch darauf verzichten, dann stellt sich – wie gesagt – wieder die Frage des Preises und wie viele sich diesen noch leisten können oder wollen.

    Alles in allem wird diese Vorgehensweise vielleicht nicht alle Verbraucher befriedigen, aber vielleicht versteht ihr nun ein wenig besser, warum wir gewisse Dinge tun. Als kleines, mittelständiges Unternehmen versuchen wir den großen Marken dieser Welt etwas entgegen zu setzen, um möglichst vielen Menschen eine zwar nicht perfekte, aber zumindest bessere Alternative zum konventionellen Markt bieten zu können.

    (6) Parabene
    Unter dem Sammelbegriff der Parabene wird eine Vielzahl chemischer Stoffe zusammengefasst, die eine antimikrobielle fungizide Wirkung besitzen. Sie werden häufig zur Konservierung von Kosmetika, also zum Schutz des Produktes vor dem Verderb durch eingeschleppte Keime, eingesetzt. Umstritten sind einige Parabene, weil sie Kontaktallergien auslösen oder eine pro-östrogene Wirkung haben können, die den Hormonhaushalt stört. Verwendet werden in erster Linie vier verschiedene Parabene. Hiervon sind zwei abschließend und zwei weitere vorläufig vom Scientific Committee on Consumer Safety (SCCS) und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bewertet und als sicher für den Verbraucher eingestuft worden.

    Allerdings nimmt die Kritik sowohl von Verbraucherverbänden als auch von Konsumenten in letzter Zeit zu. Auch die Gesetzgebung hat sich dieses Themas angenommen, und so sind in Dänemark beispielsweise Parabene in Babypflegeprodukten bereits verboten. Es wird davon ausgegangen, dass Parabene den Hormonhaushalt beeinflussen, auch wenn dies wissenschaftlich bisher nicht erwiesen ist. CD nimmt diese Vorbehalte, die nicht zur Philosophie des CD Reinheitsgebots® passen, sehr ernst und verzichtet deshalb seit 2012 als eine der ersten naturnahen Marken am Markt komplett auf Parabene.

    (7) Duftstoffe
    Im Gegensatz zu einigen zertifizierten Naturkosmetikmarken setzt CD als naturnahe Alternative bewusst dezente Duftstoffe in Produkten ein. In zahlreichen Markforschungsstudien wird deutlich, dass gerade der Duft von zentraler Wichtigkeit für die CD Verwender ist und diese nicht darauf verzichten wollen, sich damit zu verwöhnen. Nicht zuletzt beeinflussen Gerüche unser Wohlbefinden stärker, als wir denken, und nicht umsonst sprechen Experten von der “Macht der Düfte”. Wird ein Aroma eingeatmet, so löst es im sogenannten limbischen System eine Reaktion aus. Stimuliert ein Duft das Gehirn, so sorgt das vegetative Nervensystem für eine Hormonausschüttung, die sich auf die Stimmung auswirkt. Praktisch heißt das: Wenn wir die richtigen Aromen auswählen, können wir damit unsere Gefühle positiv beeinflussen. Orangenduft zum Beispiel wird von den meisten Menschen als positiv empfunden und ist deshalb in unseren CD Glücksgefühl Deos enthalten. Was für Düfte wir als angenehm empfinden, ist jedoch meist sehr subjektiv, und jeder Mensch hat seine persönlichen Lieblingsdüfte.
    CD ist von jeher dafür bekannt, dass die Düfte, wie alle anderen Inhaltsstoffe auch, sehr bewusst ausgewählt werden. Daher sind die Düfte von CD im Vergleich zum Markt grundsätzlich sehr dezent vom olfaktorischen Standpunkt aus gesehen und niemals höher konzentriert als eigentlich notwendig. So wird ein Maximum an Verwöhnung bei gleichzeitig guter Verträglichkeit gewährleistet.

  5. Warum ist das CD Reinheitsgebot® nicht zertifiziert (z.B. BDIH)?

    Umfangreiche Marktforschungsstudien zeigen, dass ein Großteil der deutschen Konsumenten die Zertifizierungen nicht kennt, sondern vielmehr eine eingeschränkte Minderheit naturkosmetikaffiner Verbraucher, die in diesem Bereich sehr versiert ist.

    CD war aber stets eine demokratische, für die Mehrheit der Bevölkerung konzipierte Marke und möchte es auch bleiben. Aus diesem Grund hat sich CD entschlossen, keine Fachsiegel zu verwenden, deren Bedeutung man nur mit speziellem Wissen im Bereich der Naturkosmetik kennt. Oftmals verwirren derartige Siegel sogar mehr, als dass sie Orientierung bieten.

    Dementsprechend wurde gezielt der Begriff Reinheitsgebot gewählt, da dessen Bedeutung auch ohne Fachkenntnis verstanden wird: bewusst ausgewählte Inhaltsstoffe und das bewusste Nicht-Einsetzen bestimmter Inhaltsstoffe in Verbindung mit dem Thema Wasser, welches als Grundlage von Reinigung und Pflege zu sehen ist.

    Die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage mit 1000 Menschen im Alter zwischen 14 und 69 Jahren aus dem Mai 2014 (Quelle: ICADA Fachtagung 25.06.2014) bestätigen dies. Hier einige Fakten:

    • Nur 11% der Bevölkerung sagen, dass ihnen klar ist, was die gängigen Siegel bedeuten
    • Selbst für das BDIH-Siegel als bekanntestes Naturkosmetik-Siegel gilt:
      • nur 35% kennen es vom Namen her,
      • nur 7% wissen, was genau dahinter steckt,
      • nur 5% der Bevölkerung finden es glaubwürdig und berücksichtigen es beim Einkauf von Körperpflege

    Insgesamt achten nur 13% auf Naturkosmetik-Siegel (BDIH und andere wie Ecocert, Natrue etc.)

    • Im Gegensatz dazu achten
      • 47% beim Kauf von Körperpflege auf die Inhaltsstoffe
      • 38% auf die Wertung der Stiftung Warentest und
      • 21% auf Öko-Test

    Diese Zahlen wären definitiv höher, wenn man die Umfrage nur unter weiblichen Käufern von Körperpflege machen würde. Die aktuelle Umfrage zielte auf die Gesamtbevölkerung ab.
    Da es Verbrauchern also mehr um Informationen zu konkreten Inhaltsstoffen als um Siegel geht, sind wir überzeugt, dass wir ihnen mit unserem Reinheitsgebot eine gute Orientierung geben können.

    Nicht zuletzt ist zu erwähnen, dass die aktuelle Lage in Deutschland hinsichtlich der Bedeutung der verschiedenen Siegelvarianten wie etwa BDIH oder Ecocert sehr uneinheitlich und unübersichtlich ist. Sollte sich in der Zukunft eine klare und eindeutigere Zertifizierungsregelung entwickeln, werden auch wir unseren Umgang damit überdenken.

  6. Welche Haltung vertritt CD zum Thema Aluminium-Chlorohydrate (ACH) in Deos?

    Aluminium-Verbindungen in Körperpflegeprodukten sind in letzter Zeit sehr umstritten, da sie aktuell immer wieder mit möglichen Gesundheitsschäden wie einem erhöhten Brustkrebsrisiko oder Alzheimer in Verbindung gebracht werden. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (dkfz) widerspricht diesen Vermutungen. Auch das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) entgegnet, dass es keinerlei Belege für oder gegen diese Thesen gibt, weil Langzeitstudien zur Penetration (Eindringen in den Körper durch die Haut) nicht vorliegen. Das BfR empfiehlt daher, besonders nach der Achselrasur vorsorglich auf die Anwendung von aluminiumhaltigen Deos zu verzichten. Es ist also nichts bewiesen, aber es herrscht sehr viel Verunsicherung. Das Thema Aluminium in Deos entwickelt sich gerade zu einer Glaubensfrage. Daher ist es unsere Meinung, dass jeder für sich selber entscheiden muss, womit er sich wohlfühlt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, verzichtet von Vornherein auf Produkte mit Aluminium, was faktisch immer mehr Leute auch tun.

    Da wir dieses stark wachsende Bedürfnis für aluminiumsalzfreie Produkte beim Konsumenten erkannt haben (unabhängig von der wissenschaftlichen Relevanz), haben wir uns dazu entschieden, dem Konsumenten eine Orientierungshilfe zu bieten. Unsere aluminiumsalzfreien CD Deos sind seit geraumer Zeit klar mit dem Hinweis „ohne Aluminiumsalze“ ausgezeichnet, damit diese im Drogerieregal direkt erkannt werden können.

    Alle Deos von CD sind frei von Aluminiumsalzen.

  7. Enthalten CD Produkte Mikroplastik?

    Nähern wir uns dieser Thematik, sollte zunächst zwischen festen Kunststoffpartikeln und Kunststoffen in gelöster (flüssiger) Form unterschieden werden. In Berichten über dieses Thema wird das oftmals leider nicht gemacht.

    Feste Kunststoffpartikel unterscheiden sich von den flüssigen Kunststoffen sowohl in Größe und Form als auch in ihren physikalisch-chemischen Eigenschaften. Eine Verallgemeinerung, die beide Bereiche „in einen Topf wirft“, ist somit nicht gerechtfertigt. Bei der Diskussion um Mikroplastik geht es nämlich lediglich um die festen Partikel.

    Diese festen Partikel sind tatsächlich in zahlreichen kosmetischen Mitteln enthalten. So werden sie z.B. in manchen Produkten zur Körper- oder Gesichtsreinigung eingesetzt, wenn das Produkt einen speziellen Peeling-Effekt aufweisen soll (Gesichts-Peelings, Zahncremes etc.). Mikrokunststoffpartikel aus kosmetischen Mitteln, die ins Abwasser gelangen, werden in Kläranlagen leider nicht immer ausgefiltert. Nur Kläranlagen mit sogenannter Schlussfiltration (Tuchfilter) können diese Partikel fast rückstandslos entfernen.

    Mikropartikel sind zudem Magnete für Giftstoffe wie chemische Schadstoffe und Plastik. Letztere sind wasserabweisend und heften sich deshalb an Mikropartikel, die zu ihnen ins Abwasser gelangen. Einzelne Mikropartikel wirken also wie Schwämme, die weitere Verunreinigungen anziehen. Mikropartikel wurden schon in Walen und Meeresfrüchten wie Muscheln und Krebsen gefunden. So gelangen sie auch in die Nahrungskette des Menschen.

    Nach unserer Kenntnis ist der Anteil von Kunststoffpartikeln aus kosmetischen Mitteln in den Gewässern, in Relation zum Gesamteintrag durch andere Bereiche, zwar sehr gering – trotzdem ist es dieser (geringe) Anteil an festen Teilchen, der die aktuelle Diskussion zum Thema Mikroplastik angestoßen hat.

    Daher ist unsere Haltung zu diesem Thema, was unsere Produkte angeht, die folgende:

    Es ist unser Ziel, dass die von uns entwickelten und hergestellten Produkte so verbraucher- und umweltfreundlich wie möglich sind. Um dies sicherzustellen, verfolgen wir kontinuierlich die Fortschritte in der Wissenschaft, aber auch die in der Öffentlichkeit geführten Diskussionen. Aus diesem Grunde ist uns auch die Diskussion um das Mikroplastik in den Meeren bewusst und ein Grund dafür, warum wir in unseren CD Produkten kein festes Mikroplastik einsetzen.

    Bei Produkten, die fühlbare Peeling-Partikel enthalten (z.B. CD tägliches mildes Waschpeeling), setzen wir daher biologisch abbaubare, natürliche Peeling-Körner ein.

    Neu hinzugekommen ist nun aber das Thema des sogenannten „flüssigen“ Mikroplastiks (z.B. Crosspolymere). Diese Stoffe sind sehr weit verbreitet im Körperpflegebereich, und „ja“ auch bei CD haben wir einige Produkte im Sortiment, die diese Rohstoffe einsetzen. Allerdings gibt es für flüssiges Mikroplastik zur Zeit weder eine gültige Definition, noch gibt es wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse, dass diese Stoffart zur Belastung der Meere beiträgt. Noch im Januar 2017 hat selbst Ökotest flüssiges Mikroplastik nicht abgewertet. Seit ungefähr Februar 2017 aber haben nun viele Umweltorganisationen ihre Meinung geändert ohne dass es dafür neue Erkenntnisse gibt und werten diese Stoffe plötzlich ab – aus prophylaktischen Gründen: solange die Sachlage nicht abschließend geklärt ist, sollen diese Stoffe vorsorglich nicht mehr eingesetzt werden.

    Da CD als naturnahe Marke bereits heute auf viele umstrittene Inhaltsstoffe wie Mineralöle oder Silikone verzichtet, und der Ausgang der Mikroplastikdiskussion nicht bekannt ist, werden wir ganz im Sinne des CD Reinheitsgebotes für die künftige Entwicklung unserer Neuprodukte auf flüssiges Mikroplastik verzichten.

    Was bestehende Produkte betrifft, so arbeiten wir ständig daran unsere Produkte zu verbessern und auch flüssiges Mikroplastik ist dabei ein Bereich. Wir bitten aber auch um Verständnis, dass man für die Änderung einer Pflege-Rezeptur deutlich länger benötigt, als für den Druck eines monatlich erscheinenden Umweltmagazins. Wir benötigen also noch einige Zeit, um die verschiedenen Optionen der Rezepturalternativen, die die gewohnte CD Qualität haben, zu prüfen. Daher können wir heute nicht abschließend sagen, wann wir diesen Prozess komplett abgeschlossen haben werden, aber: Wir sind bereits dran an der Sache. Ein Beispiel dafür ist das, gerade im April 2017 in den Markt eingeführte, CD Duschgel „Große Freiheit“, das komplett mikroplastikfrei ist.

  8. Warum heißt es „CD engagiert sich gegen Tierversuche“ und nicht „ganz ohne Tierversuche“?

    Seit 1998 verzichtet die deutsche Kosmetikindustrie freiwillig auf Tierversuche für kosmetische Fertigprodukte. Seit September 2004 sind diese sogar EU-weit verboten. Dieses Gesetz verhinderte allerdings nur, dass Fertigprodukte nicht mehr an Tieren getestet werden dürfen. Es schloss hingegen nicht aus, dass einzelne Rohstoffe immer noch bei Tierversuchen auf ihre Sicherheit geprüft werden.
    Da alle Inhaltsstoffe, ob natürlichen oder synthetischen Ursprungs, nach den chemikalienrechtlichen Vorgaben abgesichert sein müssen, wurde jeder Stoff (auch Bio-Inhaltsstoffe!) irgendwann mindestens einmal im Tierversuch getestet. Solche Tests können teilweise Jahrzehnte zurückliegen. Daher kann von keinem Kosmetikprodukt (nicht einmal von zertifizierter Naturkosmetik, wie z.B. BDIH-zertifizierten Produkten) behauptet werden, dass es zu “100% tierversuchsfrei” ist. Marken und Produkte, die so etwas ausloben, sind nicht ganz ehrlich mit ihren Kunden. Im Gegensatz dazu möchten wir von CD offen und transparent mit dieser Tatsache umgehen. Denn wir können die Tests der Vergangenheit – auch, wenn wir diese gar nicht selber zu verantworten haben – nicht ungeschehen machen.

    Seit Inkrafttreten der neuen Kosmetikverordnung Mitte 2013 wurde auch das Testen einzelner Rohstoffe für Kosmetikprodukte verboten, wenn die Produkte in der EU vertrieben werden sollen. Deswegen ist es auch nicht (mehr) erlaubt, in der EU damit zu werben, dass ein Kosmetikprodukt nicht an Tieren getestet worden ist. Da dies ohnehin gesetzlich verboten ist, ist die Aussage „nicht an Tieren getestet“ irreführend und nicht mehr erlaubt. „Nicht an Tieren getestet“ zu sein, ist spätestens seit dem 11.7.2013 für Kosmetik eine Selbstverständlichkeit in der EU.
    Dem gegenüber steht allerdings das seit 2009 europaweit gültige Gesetz mit dem Namen „Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals“ (Abk.: REACH).

    REACH besagt, dass alle existenten und neuen Inhaltsstoffe auf ihre Sicherheit überprüft und ggf. getestet werden müssen – und einige dieser Tests müssen an Tieren durchgeführt werden, weil es keine anerkannten Ersatztestmethoden gibt. An dieser Stelle ist es wichtig zu wissen, dass nur wenige Rohstoffe ausschließlich in Kosmetikprodukten eingesetzt werden. Die verwendeten Rohstoffe kommen vielmehr auch bzw. überwiegend in anderen Bereichen wie Arzneimitteln, Lebensmitteln, Farben oder Wasch- und Reinigungsprodukten zum Einsatz. Die Verbraucher haben einen Anspruch darauf, dass diese Produkte sicher sind. Die hierzu notwendigen Tests sind durch die einschlägige Gesetzgebung (z.B. Chemikaliengesetz, REACH) geregelt, und einige dieser Sicherheitsprüfungen können bis heute nur im Tierversuch durchgeführt werden. Es besteht also ein Paradoxon innerhalb der EU-Gesetzgebung zwischen dem Willen, Tierversuche zu unterbinden, und der gleichzeitigen Forderung, REACH durchzusetzen.

    Die Haltung von CD zu diesem Thema: Der beste Beweis für die Sicherheit eines Stoffes ist, wenn er sich über einen langen Zeitraum hinweg als sicher erwiesen hat. Dies ist zum Beispiel bei der Avocado der Fall. Die Öle und Extrakte aus der Avocado-Frucht haben eine lange Geschichte, in der sie sich als unschädlich herausgestellt haben, sei es als Nahrungsmittel oder zur Hautpflege. Dementsprechend werden bei CD nur Rohstoffe verwendet, die sich über lange Zeit als sicher erwiesen haben. Aber aufgrund von REACH ist es auch hier nicht ausgeschlossen, dass selbst diese altbewährten Inhaltsstoffe mangels anerkannter alternativer Testverfahren an Tieren getestet wurden bzw. zukünftig nachträglich getestet werden müssen.

    An dieser Situation können wir nichts ändern, deswegen schaut CD lieber in die Zukunft und versucht – trotz der paradoxen EU-Gesetzgebung – die Situation für die Zukunft zu verbessern. Wir schreiben seit Jahren „CD engagiert sich gegen Tierversuche“ auf unsere Produktverpackungen, weil wir als Marke CD etwas gegen Tierversuche im Allgemeinen unternehmen.
    Dies wird auf folgende Weise erreicht:

    1. CD testet keine Fertigprodukte an Tieren und gibt auch keine Tests für einzelne Rohstoffe in Auftrag.
    2. CD setzt sich bereits seit 2011 für die Förderung und Erforschung von alternativen Testmethoden zu Tierversuchen ein. Aus diesem Grund unterstützt CD die SET (Stiftung zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen), um durch die Entwicklung von neuen Testmethoden neue Optionen für die Politik zu schaffen, die nicht nur CD zugutekommen, sondern der gesamten Industrie (u.a. Kosmetik, Körperpflege, Arzneimittel, Lebensmittel, Putz- und Reinigungsmittel). Auf diese Weise wird möglichst effektiv gegen Tierversuche gekämpft.

    Mehr Informationen über die Stiftung SET findest du unter www.stiftung-set.de.
    Noch mehr Inhalte zu Tierversuchen, SET und weiterführende Links zu Tierschutzorganisationen gibt es in der Rubrik Nachhaltigkeit unserer CD Markeninitiative unter www.cd-dasreineleben.de.

  9. Wie engagiert sich CD im Bereich Nachhaltigkeit?

    Das CD Reinheitsgebot® ist die Grundlage allen Handels bei CD. Durch den bewussten Verzicht auf bestimmte Inhaltsstoffe schont CD die Umwelt. So werden z.B. keine Silikone eingesetzt, die sich im Klärschlamm von Kläranlagen anreichern oder feste Kunststoffpartikel, die nur in speziellen Kläranlagen ausgefiltert werden können und wie Schwämme, weitere Verschmutzungen anziehen. Ziel von CD ist es, das Reinheitsgebot® über die Zeit hinweg noch stärker auszubauen.

    Darüber hinaus hat CD sich zum Ziel gesetzt, gemeinnützige Organisationen wie beispielsweise die SET bei der Forschung für alternative Testmethoden zu Tierversuchen zu unterstützen (siehe Frage 8.).

    Um den Bereich Nachhaltigkeit weiter voranzutreiben, haben wir von CD die Initiative “Das reine Leben“ gegründet. Hier möchten wir gemeinsam mit unseren Partnern Denkanstöße liefern in den Bereichen Entschleunigung, Nachhaltigkeit und soziales Engagement.

    Zum Beispiel unterstützt CD den Verein Viva con Agua de Sankt Pauli, der sich für Wasserprojekte der Welthungerhilfe einsetzt, um Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen und Hygieneeinrichtungen zu ermöglichen.

    Gemeinsam mit unserem Partner UN Women Deutschland Komitee setzen wir uns für die Stärkung von Frauen weltweit ein.

    Unsere „Echten Heldinnen“ sind Frauen, die ihrer Überzeugung folgen. Es sind Beispiele, die Mut machen, auf seine Leidenschaften zu hören und dadurch die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Hier unterstützt CD unter anderem City Goes Pink und macht sich damit stark für mehr Aufmerksamkeit für Brustkrebs.

    Mehr Informationen zu unserer CD Markeninitiative und aktuellen Nachhaltigkeitsprojekten findest du unter www.cd-dasreineleben.de.